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Bußgeld soll auf 500 Euro erhöht werdenMacron will Drogenkonsumenten stärker zur Kasse bitten

16.12.2025, 17:48 Uhr
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France's President Emmanuel Macron speaks during a statement to the press with members of the Government and of the French Army, following a meeting of the Coalition of the Willing, at the Elysee Palace, in Paris, on November 25, 2025. JULIEN DE ROSA/Pool via REUTERS (Foto: via REUTERS)

Beim Kiffen oder mit kleinen Mengen Drogen erwischt zu werden, könnte in Frankreich bald deutlich teurer werden. Denn Präsident Macron will im Kampf gegen Drogenkriminalität Nutzer ins Visier nehmen.

Im Kampf gegen Drogenkriminalität will Frankreich Konsumenten stärker zur Kasse bitten. Ein Bußgeld wegen Drogenkonsums soll von derzeit 200 Euro auf 500 Euro erhöht werden, sagte Staatschef Emmanuel Macron in Marseille. "Man muss ins Geld von denen gehen, die wir mit Drogen erwischen." Er habe es satt, dass man immer wieder junge Menschen beweine, und andere es festlich fänden, Drogen zu kaufen. Immer wieder werden im Zusammenhang mit dem Drogenhandel Menschen in Frankreich erschossen.

Drogengebrauch wird in Frankreich mit bis zu einem Jahr Haft und 3.750 Euro Geldstrafe geahndet. Um Verfahren zu vereinfachen, führte das Land vor einigen Jahren aber auch ein einfaches Bußgeld für den Besitz oder Konsum kleiner Mengen ein, das direkt verhängt werden kann. Dieses gilt nicht für Minderjährige oder Verdächtige anderer Drogendelikte. 2024 wurden knapp 200.000 solcher Bußgelder verhängt. Damit wurden drei von vier Delikten wegen illegalen Drogenkonsums in Frankreich auf diese Art geahndet.

Quelle: ntv.de, dpa

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