Kurznachrichten

Britische Einwanderungspolitik zuletzt verschärftMehr als 750 irreguläre Migranten an einem Tag nach Überquerung des Ärmelkanals registriert

30.07.2026, 17:26 Uhr
Eine-Gruppe-von-Menschen-bei-denen-es-sich-vermutlich-um-Migranten-handelt-kommt-nach-einem-Zwischenfall-mit-einem-kleinen-Boot-im-Aermelkanal-an-Bord-eines-Schiffes-der-Border-Force-im-Hafen-an
Eine Gruppe von Menschen, bei denen es sich vermutlich um Migranten handelt, kommt nach einem Zwischenfall mit einem kleinen Boot im Ärmelkanal an Bord eines Schiffes der Border Force im Hafen an. +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

In Großbritannien sind offiziellen Angaben zufolge an einem einzigen Tag mehr als 750 irreguläre Migranten nach einer Überquerung des Ärmelkanals registriert worden und damit so viele wie noch nie an einem Tag in diesem Jahr.

In Großbritannien sind offiziellen Angaben zufolge an einem einzigen Tag mehr als 750 irreguläre Migranten nach einer Überquerung des Ärmelkanals registriert worden und damit so viele wie noch nie an einem Tag in diesem Jahr. Das Innenministerium in London erklärte am Donnerstag, 752 Menschen seien am Mittwoch nach einer Durchquerung des Seegebiets mit Booten auf britischem Boden angekommen.

Der bisherige Tageshöchststand in diesem Jahr war im Juni mit 710 registrierten Ankünften verzeichnet worden. Anfang Juli erklärte das britische Innenministerium, dass die Zahl der irregulären Migranten, die Großbritannien über den Ärmelkanal erreichen, in der ersten Jahreshälfte stark gesunken sei. Demnach kamen zwischen Januar und Juni 11.884 Menschen an, im Vorjahr waren es noch 19.982 gewesen.

Großbritannien hat seine Einwanderungs- und Asylpolitik zuletzt erheblich verschärft. London hat in dem Zusammenhang mehrere Abkommen mit anderen Ländern geschlossen. Im April vereinbarten Frankreich und Großbritannien eine Neuauflage ihres Abkommens zur Bekämpfung der irregulären Migration über den Ärmelkanal. London hat Paris immer wieder vorgeworfen, zu wenig dagegen zu tun, dass Migranten von Frankreich aus die gefährliche Überfahrt über das Seegebiet in Richtung Großbritannien antreten.

Zuletzt starben laut den französischen Behörden vier Menschen bei zwei voneinander unabhängigen Überfahrtsversuchen. Drei Leichen wurden demnach auf einem Boot gefunden, das sich der Küste näherte und Menschen nahe dem Hafen von Dunkerque in Nordfrankreich aufnehmen wollte. Ein weiteres Boot sei am späten Mittwoch vor der Küste bei Hardelot gesunken, teilten die Behörden des Départements Pas-de-Calais mit. Dabei sei ein Mensch ums Leben gekommen. Sechs Menschen konnten demnach gerettet werden.

Quelle: ntv.de, afp

Regionales