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Sechs Prozent Steigerung möglichMindestlohn-Anhebung: Bis zu 4,8 Millionen Menschen in Deutschland verdienen künftig mehr

22.01.2026, 08:46 Uhr
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Von der deutschlandweiten Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns zu Jahresbeginn sind bis zu 4,8 Millionen Jobs betroffen.

Demnach lag knapp jedes achte Beschäftigungsverhältnis (rund zwölf Prozent) zuvor unterhalb des nun geltenden Mindestlohns von 13,90 Euro pro Stunde, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Werden diese Jobs mit dem neuen Mindestlohn vergütet, ergibt sich für die Beschäftigten eine geschätzte Steigerung der Verdienstsumme um bis zu sechs Prozent beziehungsweise 275 Millionen Euro. Bei der Schätzung wurde angenommen, dass alle Betroffenen mindestens den zuletzt gültigen Mindestlohn von 12,82 Euro erhalten hatten.

"Da Frauen häufiger als Männer in gering bezahlten Jobs arbeiten, profitierten sie nach der Schätzung überdurchschnittlich häufig von der Mindestlohnerhöhung", erklärten die Statistiker. In rund 14 Prozent der von Frauen ausgeübten Jobs erhöhte sich demnach der Stundenverdienst, bei Männern waren es nur rund elf Prozent.

"Auch bei den Branchen gab es Unterschiede", betonten die Statistiker. Besonders stark betroffen waren das Gastgewerbe mit 47 Prozent sowie die Branchen "Land- und Forstwirtschaft, Fischerei" mit 37 Prozent und "Kunst, Unterhaltung und Erholung" mit 33 Prozent aller Jobs. Am wenigsten betroffen war die Branche "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung" mit gut einem Prozent.

Regional zeigten sich ebenfalls Unterschiede: In Ostdeutschland lag der Anteil der betroffenen Beschäftigungsverhältnisse mit rund 14 Prozent höher als im Westen mit rund zwölf Prozent. Über alle Bundesländer hinweg wies Sachsen mit knapp 15 Prozent den höchsten Anteil an betroffenen Jobs auf, Bayern mit zehn Prozent den geringsten. Zum 1. Januar 2027 soll der Mindestlohn erneut steigen – auf dann 14,60 Euro pro Stunde. Auf Basis der Verdiensterhebung vom April 2025 werden geschätzt maximal sieben Millionen Jobs von der vorgesehenen Erhöhung betroffen sein, hieß es. Dies entspreche rund 18 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse.

Quelle: ntv.de, rts

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