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Mission werde von Neapel aus weitergeführtNATO verlegt Personal aus Irak-Mission nach Europa

20.03.2026, 17:53 Uhr
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Die Nato geht davon aus, dass der Iran absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat. (Symbolbild)

Wegen des Iran-Kriegs hat die Nato ihre Mission aus dem Irak abgezogen.

Wegen des Iran-Kriegs hat die Nato ihre Mission aus dem Irak abgezogen. Die Nato Mission Irak (NMI) habe "ihr gesamtes Personal sicher aus dem Nahen Osten nach Europa verlegt", erklärte das Nato-Oberkommando der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape) am Freitag. Die Mission werde nun vom Einsatzhauptquartier in Neapel aus weitergeführt.

Den Angaben zufolge verließ das letzte NMI-Personal am Freitag das Land. Der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, Alexus Grynkewich, bedankte sich beim Irak und "allen Verbündeten, die bei der sicheren Verlegung von Nato-Personal mitgewirkt haben". Zuvor war aus irakischen Regierungskreisen verlautet, dass es einen "vorübergehenden Abzug" der "gesamten Nato-Mission" gegeben habe. Den Angaben aus Bagdad zufolge ist die Nato "wegen der Lage besorgt". Es gebe "keine Meinungsverschiedenheiten" mit der irakischen Regierung.

Die Nato-Mission hatte ihr Hauptquartier bislang auf einem irakischen Militärstützpunkt in der sogenannten Grünen Zone Bagdads, nahe der US-Botschaft. Die Botschaft war seit Beginn des Iran-Kriegs mehrmals Ziel von Angriffen. Bei der NMI handelt es sich um eine Beratungsmission, die den Irak beim Aufbau von Streit- und Sicherheitskräften unterstützt. Dabei geht es nicht zuletzt auch um die Verhinderung eines Wiedererstarkens der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Die Mission war 2018 auf Anfrage der irakischen Regierung ins Leben gerufen worden. Geleitet wird sie seit Mai 2025 vom französischen General Christophe Hintzy. Aus französischen Militärkreisen verlautete, die Mission sei "angesichts der aktuellen Bedrohungslage" abgezogen worden. Die Bundeswehr beteiligt sich im Rahmen der Mission an der Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte. Das Bundesverteidigungsministerium habe zu dem Thema "aktuell nichts mitzuteilen", teilte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP auf Anfrage mit.

Quelle: ntv.de, afp

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