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Mindestens 31 Tote Mutmaßlicher Dschihadisten-Angriff in Niger

20.01.2026, 19:22 Uhr
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Archivbild. (Foto: REUTERS)

Bei einem Angriff von mutmaßlichen Dschihadisten im Westen des Niger sind örtlichen Angaben zufolge mindestens 31 Menschen getötet worden.

Am Sonntag seien bewaffnete Angreifer in das Dorf Bosiye nahe der Grenzen zu Burkina Faso und Mali eingedrungen und hätten 30 Zivilisten getötet, berichtete ein Einwohner der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Einer von fünf Verletzten sei später seinen Verletzungen erlegen. Eine örtliche Studentenvereinigung bestätigte die Opferzahlen und sprach von einer "abscheulichen und barbarischen Tat".

Der Niger ist seit rund zehn Jahren mit tödlicher Gewalt durch Dschihadistengruppen konfrontiert, die mit Al-Kaida und der Miliz Islamischer Dschihad in Verbindung stehen. Dabei wurden insbesondere im Dreiländereck zwischen Niger, Mali und Burkina Faso zahlreiche blutige Anschläge verübt. Im vergangenen Jahr wurden rund 2000 Menschen im Niger durch die Gewalt getötet, wie Daten der Nichtregierungsorganisation ACLED zeigen. Das Militär im Niger hatte im Juli 2023 den demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum gestürzt. Wie andere Länder in der Region wandte es sich daraufhin verstärkt Russland zu und forderte westliche Truppen auf, das Land zu verlassen. Die französische Armee, die US-Armee und die Bundeswehr zogen sich aus dem Niger zurück.

Vor fünf Jahren hatte der Niger die Truppenstärke seiner Armee auf 50.000 Soldaten verdoppelt. Zusammen mit Mali und Burkina Faso, die ebenfalls von Militärjuntas regiert werden, gründete das Land zudem eine gemeinsame Anti-Dschihadisten-Truppe, der 5000 Soldaten angehören.

Quelle: ntv.de, AFP

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