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Merkmale des iranischen Strafjustiz- und Haftsystems NGO: Iran sei einer der schlimmsten Folterstaaten weltweit

25.06.2026, 18:02 Uhr
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(Foto: picture alliance / Wolfram Steinberg)

Die faire und menschenwürdige Behandlung von Beschuldigten ist keineswegs selbstverständlich. Ein neuer Bericht stellt die Islamische Republik besonders an den Pranger.

Der Iran ist nach Einschätzung von Experten einer der schlimmsten Folterstaaten der Welt. Folter und Misshandlungen seien systemische Merkmale des iranischen Strafjustiz- und Haftsystems und dienten als Instrumente der Unterdrückung, berichtete die Weltorganisation gegen Folter (OMCT) mit Sitz in Genf. Auf dem sogenannten Folterindex erreiche die Islamische Republik die höchste Gefahrenstufe für Beschuldigte, so die Allianz von Nichtregierungsorganisationen bei der Vorlage ihres zweiten Weltreports über diesmal insgesamt 39 Länder.

Unter allen Menschenrechtsverletzungen nehme die Folter einen besonderen Platz ein, sagte Gerald Staberock von der OMCT. «Sie prägt die Menschen ein Leben lang.» Damit habe sie einen verheerenden Einfluss auf jeden Betroffenen und jede Betroffene. Der Bericht greife ein oft verdrängtes und unsichtbares Thema auf, sagte Staberock.

OMCT: Weitere Folterstaaten Russland und Libyen

Verurteilungen könnten im Iran allein auf der Grundlage von Geständnissen erfolgen, hieß es. Dies schaffe starke Anreize für Folter und Misshandlungen, um Geständnisse zu erpressen. Im Iran seien außerdem 2025 mindestens 1.639 Menschen hingerichtet worden - eine der höchsten Hinrichtungsraten weltweit. 

Zu den Staaten mit besonders hoher Foltergefahr zählten auch Afghanistan, Äthiopien, Libyen und Russland, so der Bericht weiter. In einigen anderen Ländern Mittel- und Südamerikas, Afrikas und Asiens bestehe ein «großes Risiko», was die zweithöchste Warnstufe darstelle. Die OMCT versteht sich als weltweite Koalition von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) im Kampf gegen Folter. Die Einschätzungen basierten auf Angaben von insgesamt 100 Partnern vor Ort.

Quelle: ntv.de, dpa

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