Zusage aus JerusalemNetanjahu nimmt Einladung Trumps zum geplanten globalen Friedensrat an

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Einladung von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme an dessen geplantem globalen Friedensrat angenommen.
Dies teilte Netanjahus Büro am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Die Initiative zielt zunächst darauf ab, den Konflikt im Gazastreifen zu beenden. Sie soll jedoch später ausgeweitet werden, um sich auch mit der Beilegung von Konflikten in anderen Regionen zu befassen.
Trump hat rund 60 Staats- und Regierungschefs eingeladen, dem sogenannten "Board of Peace" zur Lösung globaler Konflikte beizutreten. Unter den Adressaten ist auch Kanzler Friedrich Merz. Trumps Pläne für einen globalen Friedensrat parallel zu den Vereinten Nationen sind allerdings auf gemischte Reaktionen gestoßen. Viele Regierungen bestätigten zwar den Erhalt der Einladung, die auch die Zahlung von einer Milliarde Dollar für eine mehr als dreijährige Mitgliedschaft vorsieht. Sie äußerten sich aber überwiegend zurückhaltend, ob sie der Initiative beitreten würden.
Als einer der ersten hat der ungarische Ministerpräsident und enge Trump-Vertraute Viktor Orban die Einladung angenommen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte dagegen, er könne es sich nur schwer vorstellen, gemeinsam mit Russland in diesem oder einem anderen Gremium zu sein. Trump hatte auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu dem Friedensrat eingeladen.
Dabei macht der US-Präsident auch vor Drohungen nicht halt, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen: So hat er Strafzölle von 200 Prozent auf französischen Wein und Champagner ins Spiel gebracht, um Präsident Emmanuel Macron zur Teilnahme zu bewegen. Insidern zufolge beabsichtigt Frankreich, die Einladung abzulehnen. Die Initiative werfe Fragen zur Rolle der Vereinten Nationen auf, verlautete aus dem Umfeld von Macron.