Kurznachrichten

Hitze verschärft LageNeue Hitzewelle facht Waldbrände in Frankreich und Spanien an

29.07.2026, 13:43 Uhr
Feuerwehrleute-setzen-kontrollierte-Brandlegung-ein-um-einen-Waldbrand-einzudaemmen-der-sich-in-der-Naehe-von-Cebreros-in-der-Provinz-Avila-weiter-ausbreitet
(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Im Südwesten Europas droht wegen einer erneuten Hitzewelle und trockener Winde ein Anfachen der verheerenden Waldbrände.

In der französischen Tourismusregion um Bordeaux wurden im Laufe des Mittwochs Spitzenwerte von 42 Grad erwartet, nach 33 Grad am Dienstag. In Spanien riefen die Behörden in mindestens sechs Regionen die zweithöchste Warnstufe Orange aus. Meteorologen warnten vor Temperaturen von bis zu 40 Grad. In beiden Ländern kämpften die Feuerleute weiter gegen die Flammen, die große Landstriche zerstört haben und massenhafte Evakuierungen erforderlich machten.

Einer der schlimmsten Brände wütete in der Atlantikregion westlich von Bordeaux. Immerhin: Aktuell sei die Lage dort stabil, sagte Feuerwehrleiter Matthieu Jomain vor Journalisten. "Aber das Feuer ist immer noch nicht unter Kontrolle", warnte er zugleich. Angesichts der angekündigten Temperaturen und stärkerer Winde am Nachmittag müsse man auf der Hut bleiben. Etwa 220.000 Einwohner und Urlauber mussten ihre Häuser und Ferienunterkünfte verlassen, während das Feuer bis auf 15 Kilometer an den Großraum von Bordeaux heranrückte. Mehrere Firmen am Stadtrand stellten vorsichtshalber den Betrieb ein. Leise Hoffnung bot die Vorhersage des Wetterdienstes Météo-France: Demnach könnte sich ab Donnerstag die Situation dank erwarteter Gewitter, sinkender Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit etwas entspannen.

In Spanien verbesserte sich die Lage in den zentralen Provinzen Avila und Madrid nach Behördenangaben. Doch in der östlichen Provinz Castellon tobte ein Brand den fünften Tag in Folge unkontrolliert. Mehr als 10.000 Hektar Land sind in der Gegend verbrannt. Etwa 10.000 in Sicherheit gebrachte Anwohner konnten immer noch nicht in ihre Häuser zurück. Anders in der Hauptstadtregion Madrid und in Avila. Dort kehrten erste Evakuierte aus 15 Ortschaften in ihre Häuser zurück, wie das Innenministerium am späten Dienstagabend mitteilte. Madrids Rettungskräfte teilten mit, dass sich der Waldbrand in der Region über Nacht nicht ausgebreitet habe. Die Feuerwehr versuche, ein Wiederaufflammen verbliebener Brandherde zu verhindern.

Quelle: ntv.de, rts

Regionales