Keine Ruhe für US-MilitärNordkorea droht mit Reaktionen auf US-U-Boot in Südkorea

Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un hat eine weitere atomare Aufrüstung angekündigt. Kim Yo Jong teilte mit, man wolle zudem gegen ein US-U-Boot mit Atomantrieb vorgehen, das vor Kurzem in Südkorea eingetroffen ist. Das US-Militär werde in der Region um die Koreanische Halbinsel keine Ruhe finden.
Nach Angaben des südkoreanischen Militärs ist die "USS Vermont" am Montag in der Hafenstadt Busan eingelaufen. Solche vorübergehenden Stationierungen von atomgetriebenen U-Booten oder Flugzeugträgern sind nicht ungewöhnlich, jedoch hat Washington seine Präsenz im vergangenen Jahr erhöht, um der zunehmenden atomaren Bedrohung durch Nordkorea zu begegnen. In Reaktion auf die "Vermont" sagte Kim Yo Jong in einer von den staatlichen Medien verbreiteten Erklärung, Nordkorea müsse seine nukleare Abschreckung "sowohl qualitativ als auch quantitativ, kontinuierlich und unbegrenzt" verstärken.
Schon Mitte September hatte Nordkorea Fotos einer Urananreicherungsanlage für Atomwaffen veröffentlicht und Einblick in die atomare Aufrüstung des Landes gegeben - zum ersten Mal seit Jahren. Vergangene Woche wurde zudem eine neue Rakete getestet, die nordkoreanischen Angaben zufolge einen 4,5 Tonnen schweren Sprengkopf tragen kann. Seit Ende Mai hat Nordkorea Tausende mit Müll beladene Ballons Richtung Südkorea fliegen lassen, eine Kampagne, die der psychologischen Kriegsführung des Kalten Krieges gleicht.
Das südkoreanische Militär warnte am Dienstag vor nicht näher bezeichneten militärischen Reaktionen auf die Kampagne, sollte diese zu einer ernsthaften Bedrohung für die Zivilbevölkerung werden. Bisher seien allerdings keine Schäden durch die Ballons entstanden.