247 Milliarden Dollar GewinnNorwegischer Staatsfonds hat 2025 gut 15 Prozent Rendite geschafft

Der norwegische Staatsfonds hat 2025 dank steigender Kurse bei Technologie-, Finanz- und Rohstoffwerten einen Gewinn von 2,36 Billionen Kronen (247 Milliarden Dollar) erzielt.
Damit verfehlte der weltweit größte Staatsfonds knapp seinen Rekordwert aus dem Vorjahr von 2,51 Billionen Kronen, wie der Fonds mitteilte. Die Gesamtrendite lag bei 15,1 Prozent. Allerdings schnitt der Fonds damit um 0,28 Prozentpunkte schlechter ab als der vom Finanzministerium vorgegebene Referenzindex. Der norwegische Staatsfonds ist mit einem verwalteten Vermögen von 2,2 Billionen Dollar einer der weltgrößten Investoren und hält durchschnittlich 1,5 Prozent aller börsennotierten Aktien. Er investiert die Einnahmen des norwegischen Staates aus der Öl- und Gasförderung.
"Aktien aus den Bereichen Technologie, Finanzen und Grundstoffe stachen hervor und trugen maßgeblich zum Gesamtergebnis bei", sagte Fonds-Chef Nicolai Tangen. Am besten schnitten im vergangenen Jahr Aktienanlagen mit einem Plus von 19,3 Prozent ab, gefolgt von nicht börsennotierten Erneuerbare-Energien-Projekten mit 18,1 Prozent; festverzinsliche Wertpapiere kamen auf eine Rendite von 5,4 Prozent.
Entgegen dem Trend bei anderen nordeuropäischen Großinvestoren bauten die Norweger ihr Engagement in den USA weiter aus. Der Bestand an US-Staatsanleihen stieg in der zweiten Jahreshälfte auf 199 Milliarden Dollar von 181 Milliarden Ende Juni. Insgesamt waren Ende 2025 rund 52,9 Prozent des Fondsvermögens in den Vereinigten Staaten investiert, nach 52,4 Prozent zum Ende des ersten Halbjahres. Andere institutionelle Anleger aus Skandinavien wie die schwedische Alecta oder die dänische AkademikerPension hatten sich zuletzt angesichts geopolitischer Spannungen aus US-Papieren zurückgezogen oder Verkäufe angekündigt.