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Preise steigen weniger starkÖlpreisschock treibt Verbraucherpreise im April weniger als erwartet nach oben

29.04.2026, 10:46 Uhr
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(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Die durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Ölpreise haben ersten Daten aus den Bundesländern zufolge im April nicht so stark wie erwartet auf die Verbraucherpreise durchgeschlagen.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen verteuerten sich Waren und Dienstleistungen wie schon im März um 2,7 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte. In Bayern und Baden-Württemberg stieg die Inflationsrate zwar leicht, blieb aber unter der Drei-Prozent-Marke. Diese wurde hingegen in Niedersachsen erreicht.

Das Statistische Bundesamt will gegen 14.00 Uhr eine erste Schätzung zur bundesweiten Entwicklung vorlegen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einer Inflationsrate von 3,0 Prozent, nach 2,7 Prozent im März und 1,9 Prozent im Februar. Das wäre der höchste Wert seit Ende 2023. "Der Iran-Krieg und die damit einhergehenden Energiepreise lassen die Inflation in Deutschland steigen", kommentierte Ökonom Felix Schmidt von der Berenberg Bank die Länderdaten. Diese deuteten auf eine bundesweite Inflationsrate von 2,9 Prozent hin. "Bisher scheint sich der Preisdruck kaum über die Energiepreise hinweg ausgeweitet zu haben." Lediglich bei den Nahrungsmitteln würden die Preise etwas schneller als im März steigen. Im Dienstleistungsbereich bleibe die Inflationsentwicklung hingegen überschaubar.

Der Ende Februar begonnene Krieg der USA und Israel gegen den Iran hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Durch die Straße von Hormus, über die normalerweise ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs abgewickelt wird, fließt derzeit kein Öl. Das sorgt für eine Verknappung, weshalb die Weltmarktpreise gestiegen sind.

Quelle: ntv.de, rts

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