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"Manipulation der Stimmen"Peruanischer Präsidentschaftskandidat Sanchez will Wahlergebnis nicht anerkennen

23.06.2026, 19:47 Uhr
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(Foto: picture alliance / Zoonar)

In Peru droht nach der Präsidentschaftswahl eine politische Krise.

In Peru droht nach der Präsidentschaftswahl eine politische Krise. Der linksgerichtete Kandidat Roberto Sanchez erklärte am Dienstag, das Ergebnis der Stichwahl wegen mutmaßlichen Betrugs nicht anzuerkennen. Seine konservative Rivalin Keiko Fujimori liegt nach Auszählung fast aller Stimmen knapp in Führung. Der Wahlbehörde ONPE zufolge kommt sie auf 50,11 Prozent, während Sanchez 49,89 Prozent erreicht.

"Wir glauben, dass es eine Manipulation der Stimmen gegeben hat", sagte Sanchez auf einer Pressekonferenz. Er warf der Wahlbehörde und Fujimoris Wahlkampfteam Unregelmäßigkeiten bei den im Ausland abgegebenen Stimmen vor. "Wir werden eine Regierung Fujimoris nicht anerkennen", fügte er hinzu und rief seine Anhänger zu Protesten am Samstag auf. Eine Stellungnahme der Nationalen Wahlkommission (JNE) und von Fujimoris Lager lag zunächst nicht vor.

Die Stichwahl fand am 7. Juni statt. Sanchez lag zunächst vorn, da anfangs die Stimmen aus ländlichen Gebieten ausgezählt wurden. Fujimori holte jedoch auf, als die Stimmen aus dem Ausland hinzukamen. Fujimori, die Tochter des verstorbenen ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, bewirbt sich zum vierten Mal um das höchste Staatsamt. Ihre Partei wird künftig die größte Fraktion im Kongress stellen. Die Partei von Sanchez, "Gemeinsam für Peru", stellt die zweitgrößte Kraft im Parlament.

Quelle: ntv.de, RS

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