Hauptsächlich aus RusslandPolen meldet "beispiellosen Anstieg" hybrider Angriffe seit 2024

Polen hat in den vergangenen zwei Jahren Geheimdienstangaben zufolge einen "beispiellosen Anstieg" hybrider Angriffe zumeist aus dem benachbarten Russland erlebt.
Laut einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Inlandsgeheimdienstes ABW wurden seit 2024 allein 69 Verfahren wegen Spionage eröffnet - so viele wie in den 30 Jahren zuvor zusammengerechnet. Es handelt sich um den ersten Bericht des ABW seit 2014.
Der Geheimdienst bezeichnete darin von "russischen Sonderdiensten inspirierte und organisierte" Sabotageakte als "die größte Herausforderung". Diese richteten sich insbesondere gegen militärische Anlagen, wichtige Infrastruktur-Einrichtungen und öffentliche Gebäude. Betroffen waren demnach auch Orte, die mit der Organisation von Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine in Verbindung stehen.
Laut ABW ändern die russischen Geheimdienste ständig ihre Vorgehensweisen. Zudem entwickeln sie demnach immer wieder neue Werkzeuge, die bei hybriden Angriffen zum Einsatz kommen. Dabei bedienten sie sich krimineller Strukturen und online rekrutierter Mittelsmänner, die zum Teil in Kryptowährungen bezahlt würden.
Aus dem benachbarten und mit Russland verbündeten Belarus gibt es dem Bericht zufolge Versuche der Infiltration insbesondere bei der Exil-Opposition. Das ebenfalls in dem Bericht erwähnte China ist demnach um wirtschaftliche und politische Einflussnahme bemüht.