Neuwahlen nach RegierungskrisePräsidentin Jotowa kündigt nach gescheiterter Regierungsbildung in Bulgarien Neuwahlen für April an

Nach dem Scheitern einer Regierungsbildung in Bulgarien hat die amtierende Präsidentin Ilijana Jotowa für April vorgezogene Neuwahlen angekündigt.
Sie werde das Dekret unterzeichnen, "mit dem der 19. April 2026 als Termin für die Parlamentswahlen festgelegt wird", erklärte Jotowa am Mittwoch. Vergangene Woche hatte sie den hochrangigen Zentralbankvertreter Andrej Gjurow mit der Bildung einer Übergangsregierung beauftragt.
Bulgarien ist das ärmste Land in der EU. Die Parlamentswahl im April ist bereits die achte Neuwahl innerhalb von fünf Jahren. Der mittlerweile zurückgetretene Präsident Rumen Radew gab den Schritt im Januar bekannt, nachdem mehrere Parteien die Bildung einer neuen Regierung abgelehnt hatten.
Das Parlament in Sofia ist extrem zersplittert. Nach Massenprotesten gegen Korruption war die Regierung von Ministerpräsident Rossen Scheljaskow Mitte Dezember nach weniger als einem Jahr im Amt zurückgetreten.