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3,3 Prozent höher im JahresvergleichPreise für Wohnimmobilien in Deutschland im Sommer erneut gestiegen

23.12.2025, 08:37 Uhr
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(Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im Sommerquartal zum vierten Mal in Folge gestiegen. Sie lagen zwischen Juli und September um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Damit verteuerten sich Wohnimmobilien das vierte Quartal hintereinander, nachdem die Preise zuvor seit Ende 2022 durchgängig gesunken waren. Der Anstieg fiel im dritten Quartal stärker aus als im Frühjahr mit 3,1 Prozent, aber schwächer als im ersten Quartal mit 3,5 Prozent. Gegenüber dem Vorquartal legten die Preise um 1,0 Prozent zu.

Den Statistikern zufolge "kosteten Wohnimmobilien in allen Regionen Deutschlands im Durchschnitt mehr als im Vorjahresquartal". Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich im Durchschnitt am stärksten in städtischen Kreisen (plus 3,6 Prozent) und kreisfreien Großstädten (plus 3,5 Prozent). In dünn besiedelten ländlichen Kreisen lag das Plus bei 3,2 Prozent. Für Eigentumswohnungen zahlten Käuferinnen und Käufer in städtischen Kreisen 4,7 Prozent und in kreisfreien Großstädten 5,0 Prozent mehr. In dünn besiedelten ländlichen Kreisen kosteten Eigentumswohnungen im Schnitt 2,6 Prozent mehr, während der Anstieg in dicht besiedelten ländlichen Kreisen für Eigentumswohnungen bei 5,5 Prozent lag.

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland werden in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen. Sie dürften jährlich um mehr als drei Prozent zulegen und damit das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent übertreffen, wie aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Immobilienanalysten hervorgeht. Demnach erwarten die Fachleute einen Preisanstieg von 3,5 Prozent für 2025, 3,4 Prozent für das kommende Jahr und 3,2 Prozent für 2027.

Die allgemeine Teuerungsrate dürfte im selben Zeitraum bei rund zwei Prozent liegen. Damit würde sich die Erholung nach dem stärksten Einbruch seit mehr als einem Jahrzehnt fortsetzen: Zwischen Anfang 2022 und 2024 waren die Preise um 13 Prozent gefallen.

Quelle: ntv.de, rts

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