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Erklärung des PKVPrivate Krankenkassen verzeichneten im vergangenen Jahr Zuwachs an Versicherten

15.06.2023, 12:08 Uhr
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Den gesetzlichen Krankenversicherungen droht im kommenden Jahr wieder ein Defizit in Milliardenhöhe. (Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn)

Die privaten Krankenkassen haben im vergangenen Jahr einen Zuwachs an Versicherten verzeichnet. Fest jeder zweite Bürger habe inzwischen eine private Versicherung - oftmals handle es sich dabei um eine Zusatzversicherung, erklärte der Vorsitzende des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Thomas Brahm, am Donnerstag anlässlich der PKV-Jahrestagung in Berlin. "Im vergangenen Jahr ist die Private Krankenversicherung erneut gewachsen", erklärte Brahm. "Die Gesamtzahl an Versicherungen stieg um mehr als 600.000 auf 37,8 Millionen."

Den größten Anteil daran machen die Zusatzversicherungen aus. Hier registrierte der PKV nach eigenen Angaben einen Zuwachs um 2,2 Prozent auf insgesamt 29,1 Millionen. "Immer mehr Menschen wollen die private Vorsorge nutzen, um die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufzustocken", erklärte Brahm.

Ähnlich positiv sei die Entwicklung in der Vollversicherung. Das fünfte Jahr in Folge seien mehr Menschen aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung gewechselt als umgekehrt. 2022 entschieden sich demnach 146.500 Menschen für einen Wechsel aus der GKV in die PKV. Unterm Strich ergab sich laut PKV damit ein Plus von gut 30.000 Versicherten zu Gunsten der privaten Kassen.

Die Abgänge seien "meist unfreiwillig" erfolgt, betonte Brehm. "So mussten tausende seit Geburt privatversicherte junge Leute beim Eintritt ins Berufsleben gezwungenermaßen in die GKV wechseln." Gleiches gelte für tausende Selbstständige, die in eine Festanstellung gewechselt seien.

Quelle: ntv.de, AFP

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