Prognose der BundesregierungRenten sollen laut Bericht bis 2039 um mehr als 45 Prozent steigen

Die Renten in Deutschland dürften bis zum Jahr 2039 um gut 45 Prozent steigen. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht 2025 hervor, den das Kabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen hat.
Die durchschnittliche Steigerungsrate werde damit bei 2,8 Prozent pro Jahr liegen, teilte das SPD-geführte Arbeitsministerium mit. Für Ende 2025 werde eine Nachhaltigkeitsrücklage von rund 41,5 Milliarden Euro geschätzt. Dies sei deutlich mehr als in den bisherigen Prognosen. "In der Folge bleibt der Beitragssatz bis zum Jahr 2027 stabil bei 18,6 Prozent." Die politisch heiß diskutierte Haltelinie im Rentensystem wird dem Bericht zufolge bis 2031 bei 48 Prozent des Durchschnittslohns liegen. Danach werde das Sicherungsniveau bis zum Jahr 2039 auf 46,3 Prozent sinken.
Junge Abgeordnete aus der Union drohen mit einer Blockade des Rentenpakets von Schwarz-Rot. Sie fürchten trotz geplanter Reformen eine zu starke Benachteiligung der jungen Generation. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rechnet trotz der Kritik mit einer Verabschiedung der Pläne noch in diesem Jahr im Bundestag. Arbeitsministerin Bärbel Bas von der SPD warnte die Junge Gruppe in der Union davor, eine Regierungskrise auszulösen.
In einer Erklärung junger Abgeordneter der SPD-Fraktion heißt es, es gehe nicht um Jung gegen Alt, sondern um Gerechtigkeit zwischen Arm und Reich. Die zeitnah beginnende Rentenkommission sei der richtige Ort, um alle weitergehenden Fragen zu klären.
Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger sagte dagegen, das teure Rentenpaket könne sich Deutschland nicht leisten. Die Bundesregierung sollte die Pause-Taste drücken. "Die Alterssicherung braucht einen Neustart - mit nachhaltigen Reformen." Die Renten müssten langsamer steigen.