Trump und Musk investieren MillionenRepublikanische Wahlkampforganisationen erhalten hohe Geldsummen vor Kongresswahlen

US-Präsident Donald Trump und der Milliardär Elon Musk investieren knapp acht Wochen vor den US-Kongresswahlen massiv in den Wahlkampf der Republikaner.
Die beiden Großspender leiten zweistellige Millionenbeträge an politische Aktionskomitees weiter, um die Mehrheit im Kongress bei der Abstimmung am 3. November zu sichern. Trump plant nach eigenen Angaben Ausgaben in Höhe von 400 bis 500 Millionen Dollar. Nach einem Bericht der Zeitung "New York Times" gab das mit ihm verbundene Komitee "No Going Back" allein am Dienstag und Mittwoch 49 Millionen Dollar für Werbebuchungen aus.
Im Fokus stehen sechs besonders umkämpfte Bundesstaaten, darunter Texas. Dort droht der republikanische Justizminister Ken Paxton im Rennen um einen Sitz im US-Senat gegen den Demokraten James Talarico zu unterliegen. Trumps wichtigstes Spendenkomitee "MAGA Inc." und Musks "America PAC" investierten in den vergangenen Tagen zehn Millionen beziehungsweise 2,4 Millionen Dollar in den dortigen Wahlkampf. Rund 6,9 Millionen Dollar davon fließen in Negativkampagnen gegen Talarico, der in Umfragen im Durchschnitt mit 2,1 Prozentpunkten führt.
Die Republikaner müssten nun viel Geld in die Hand nehmen, um zusätzliche Bundesstaaten zu verteidigen, sagte der republikanische Stratege Brad Dayspring. Die finanziellen Mittel von Trump und Musk gäben der Partei die Möglichkeit, gefährdete Mandate abzusichern, ohne Gelder aus anderen Regionen abzuziehen.
Das "No Going Back"-Wahlkampfkomitee hat weitere Werbezeiten im Wert von mehr als 24,9 Millionen Dollar in den sechs umkämpften Bundesstaaten gebucht. Die erst am 1. September bei der US-Wahlbehörde FEC registrierte Gruppe, die übersetzt in etwa "Kein Zurück mehr" heißt, soll Insidern zufolge aus Trumps Wahlkampfkasse finanziert werden. Die späte Anmeldung verzögert nach den Regeln der Behörde die Offenlegung der Spender bis in den Oktober hinein. Der republikanische Stratege Ron Bonjean erklärte, die neue Gruppe helfe dabei, Trump und seine MAGA-Bewegung von den Wahlkampfausgaben zu entkoppeln, da die Wähler dem Präsidenten zunehmend kritisch gegenüberstünden.