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16 ToteRetter suchen Vermisste nach tödlichen Sturzfluten in Bosnien

05.10.2024, 13:57 Uhr
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(Foto: dpa)

Nach dem Tod von wenigstens 16 Menschen bei Sturzfluten und Erdrutschen in Bosnien-Herzegowina haben Rettungskräfte nach mindestens zehn Vermissten gesucht. Baumaschinen räumten in Jablanica Stein- und Geröllhaufen fort. Für die Suche wurde die Stadt abgeriegelt.

In der Gegend um Jablanica und das nahe gelegene Konjic waren Freitagfrüh enorme Regenmengen gefallen. Einige Häuser standen bis zu den Dächern unter Wasser. Sturzfluten überraschten die Menschen im Schlaf. Unter den 16 Toten war nach offiziellen Angaben ein Baby. Es gab Dutzende Verletzte.

Die Wassermassen lösten auch Erdrutsche aus, die Straßen und Hügel wegrissen, Dörfer in Schlamm hüllten und ganze Gebiete von der Außenwelt abschnitten. Bosnische Medien meldeten, Felsen aus einem nahe gelegenen Steinbruch seien auf das Dorf Donja Jablanica gestürzt und hätten Häuser unter sich begraben.

Dessen Einwohnerin Alka Gusic berichtete, sie sei von einem beängstigenden Grollen aus dem Schlaf gerissen worden. "Ich dachte, es sei ein Erdbeben", sagte Gusic. Sie habe sich erst am Morgen nach draußen gewagt. Ihr Bruder und dessen ganze Familie seien tot. "Das Haus ist völlig zerstört, niemand ist am Leben geblieben, niemand", sagte Gusic. "Ich sah, wie der Sohn meines Bruders herausgerissen wurde. Er lag auf dem Boden - es war offensichtlich (dass er tot war)."

In der Nähe von Konjic waren am Samstag noch einige Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. "Kilometerlange Straßen gibt es nicht mehr, fast alle Brücken sind zerstört", sagte Husein Hodzic von der örtlichen Zivilschutzeinheit dem regionalen Fernsehsender N1. "Es gibt keinen Strom, alle Strommasten sind wegschwemmt worden. Es gibt keine Telefonleitungen."

Die Wahlbehörden erklärten, die für Sonntag angesetzten Kommunalwahlen in den vom Hochwasser betroffenen Gemeinden würden verschoben.

Quelle: ntv.de, AP

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