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"Dokument zu 100 Prozent fertig"Selenskyj wartet auf Termin zur Unterzeichnung von US-Sicherheitsgarantien

25.01.2026, 18:30 Uhr
25-01-2026-Litauen-Vilnius-Der-ukrainische-Praesident-Wolodymyr-Selenskyj-spricht-waehrend-einer-gemeinsamen-Pressekonferenz-mit-dem-litauischen-Praesidenten-Nauseda-und-dem-polnischen-Praesidenten-Nawrocki-im-Praesidentenpalast-in-Vilnius
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. (Archivbild) (Foto: dpa)

Ein Dokument der USA über Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj vollständig ausgearbeitet und unterzeichnungsreif.

"Für uns sind Sicherheitsgarantien zuallererst Garantien der Sicherheit von den Vereinigten Staaten", sagte Selenskyj am Sonntag in der litauischen Hauptstadt Vilnius bei einem Treffen mit Präsident Gitanas Nauseda. "Das Dokument ist zu 100 Prozent fertig, und wir warten darauf, dass unsere Partner den Termin und den Ort bestätigen, an dem wir es unterzeichnen werden." Das Dokument werde anschließend zur Ratifizierung an den US-Kongress und das ukrainische Parlament weitergeleitet. Nauseda warf Russland vor, sich einer Verpflichtung zu einem dauerhaften und gerechten Frieden in der Ukraine zu entziehen. Die Regierung Moskau akzeptiere zudem keinen Waffenstillstand.

Sicherheitsgarantien für die Zukunft sind für die Ukraine eine der wichtigsten Voraussetzungen überhaupt, um einem Kompromiss zur Beendigung des fast vier Jahre langen Krieges zuzustimmen. Konkrete Friedenspläne sind aber noch nicht in Sicht. Allerdings haben sich erstmals seit Monaten am Freitag und Samstag wieder Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi über Möglichkeiten eines Kriegsendes ausgetauscht. Die Verhandlungen sollen kommende Woche fortgesetzt werden, wie ein US-Vertreter in Abu Dhabi sagte. Weitere Gespräche würden am kommenden Sonntag wieder in der Hauptstadt der Vereinigten Emirate erwartet, hieß es. Die Ukraine und Russland zeigten sich offen, den Dialog fortzusetzen. Trotzdem setzten die russischen Truppen ihre Großangriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine fort, sodass Millionen Menschen landesweit ohne Strom waren - bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Quelle: ntv.de, RTS

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