Israel bestätigt Echtheit von Video:Soldat zerstört Jesus-Statue im Libanon

Ein Bild eines israelischen Soldaten, der im Süden des Libanon eine Jesus-Statue zerstört, hat für Wut im Internet gesorgt - nun hat die israelische Armee bestätigt, dass die Aufnahme authentisch ist.
Nach Abschluss einer ersten Untersuchung sei festgestellt worden, "dass das Foto einen im Süden des Libanon eingesetzten IDF-Soldaten darstellt", erklärte die Armee am Montag im Onlinedienst X. Israels Außenminister Gideon Saar sprach von einer "beschämenden und schändlichen" Tat.
Das betreffende Bild zeigt einen israelischen Soldaten, der mit einem großen Hammer auf den Kopf einer Jesus-Statue einschlägt, die offenbar schon zuvor von ihrem Kreuz geholt worden war. Das Kruzifix befand sich im früher vorwiegend von Christen bewohnten Dorf Debl, das in unmittelbarer Nähe zur israelischen Grenze liegt, wie Gemeindevertreter der Nachrichtenagentur AFP bestätigten. Sie konnten allerdings nicht sagen, wie stark das Kruzifix beschädigt wurde.
Die israelische Armee erklärte bei X weiter, der "Vorfall" werde "sehr ernst" genommen. Das Verhalten des Soldaten stehe im "Widerspruch zu den Werten, die von den Angehörigen des Militärs erwartet werden". Die Armee werde "geeignete Maßnahmen gegen die Beteiligten" ergreifen. Man arbeite mit der Gemeinde zusammen, "um die Statue wieder zurück an ihren Platz zu bringen".
Der israelische Außenminister Gideon Saar sprach am Montag bei X von einer "beschämenden und schändlichen" Tat. "Wir bitten für diesen Vorfall um Entschuldigung bei jedem Christen, dessen Gefühle verletzt wurden", fügte er hinzu.
Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze. Bei den Attacken wurden libanesischen Angaben zufolge mehr als 2000 Menschen getötet. Trotz einer am Freitag in Kraft getretenen Feuerpause sind israelische Soldaten weiter im Süden des Nachbarlands stationiert.