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Kann Augenschäden verursachenSonnenfinsternis: Großer Andrang auf Schutzbrillen in Spanien und anderen Ländern

11.08.2026, 15:25 Uhr
10-08-2026-Am-Mittwoch-12-08-2026-wird-es-in-Europa-eine-Sonnenfinsternis-geben-dazu-gibt-es-die-zwingend-erforderlichen-Schutzfilter-Brillen-mit-Solar-Filter-damit-die-Augen-kein-dauernden-Schaeden-davontragen-beim-Blick-in-die-Sonne
(Foto: picture alliance / M.i.S.)

Zwei Millionen spezielle Sonnenfinsternisbrillen hat die spanische Regierung in einer gemeinsamen Kampagne mit einer Organisation für Sehbehinderte bereitgestellt, damit das Himmelsspektakel am Mittwoch nicht zu massenhaften Augenschäden führt.

Trotzdem ist der zertifizierte Sehschutz zu einem raren Gut geworden. An vielen Ausgabestellen wie Kiosken oder Museen sind die Gratis-Brillen vergeben, in einigen Apotheken in der Hauptstadt Madrid war der Sehschutz am Dienstag aber noch zum Preis zwischen drei und vier Euro zu haben.

Die totale Sonnenfinsternis in Spanien ist die erste über dem europäischen Festland in diesem Jahrhundert. Der Mond schiebt sich dabei zwischen Sonne und Erde und wird für weniger als zwei Minuten einen Schatten werfen. Wer ungeschützt in die Sonne blickt, läuft indes Gefahr, seine Augen schwer zu schädigen oder gar zu erblinden. Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus. Im Rest Europas verschwindet die Sonne zwar nicht komplett hinter dem Mond, doch eine partielle Sonnenfinsternis lässt sich auch hier beobachten.

So waren auch in Frankreich die Schutzbrillen schwer zu bekommen und viele Geschäfte versuchten, maximalen Profit aus ihren Vorräten zu schlagen. Ein Zweierpack kostete teilweise 20 Euro. "Es ist verrückt", sagte ein Apotheker in Paris. Sein Lieferant sei von der Nachfrage so überwältigt, dass er die Brillen nicht mehr selbst ausliefern könne und die Bestellungen stattdessen mit einem Uber kämen.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel berichtete Ladenbesitzer Fouad Mehdaoui, dass er in letzter Minute noch eine Lieferung von hundert Brillen bekommen habe. "Alle waren innerhalb von 30 Minuten weg", sagte er.

Zudem erfüllen nicht alle auf dem Markt erhältlichen Brillen die notwendige Schutzstandards. In Spanien zogen die Behörden am Montag sechs Modelle aus dem Verkehr, da ihre Nutzung laut einer Verbraucherschutzorganisation "das Risiko von Augenschäden" mit sich bringe.

Quelle: ntv.de, AFP

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