Kurznachrichten

Neue ZahlenStaatsschulden in Deutschland steigen auf 2608,8 Milliarden Euro

21.01.2026, 09:17 Uhr
554690501
(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Die Verbindlichkeiten des deutschen Staates sind gestiegen.

Am Ende des dritten Quartals 2025 summierten sich die Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden sowie der Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte auf 2608,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorquartal. Berücksichtigt werden nur die Verbindlichkeiten gegenüber dem nichtöffentlichen Bereich, wozu Kreditinstitute sowie private Unternehmen im In- und Ausland gehören.

Die Schulden des Bundes stiegen bis Ende September besonders stark. Sie nahmen um 2,5 Prozent auf 1808,4 Milliarden Euro zu. Ein Grund dafür ist das sogenannte Sondervermögen Bundeswehr: Dessen Verschuldung wuchs um 17,4 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro.

Die Außenstände der Länder legten um 0,7 Prozent auf 613,9 Milliarden Euro zu. Der stärkste Anstieg zum Vorquartal wurde für Baden-Württemberg mit plus 8,7 Prozent ermittelt, gefolgt von Hessen (2,8 Prozent) und Brandenburg (2,5 Prozent).

In Baden-Württemberg ergab sich der Zuwachs unter anderem aufgrund einer Kapitalerhöhung beim Energieversorger EnBW , an dem das Land knapp die Hälfte besitzt.In Hessen ist jeweils im dritten Quartal eines Jahres die letzte Möglichkeit, für das laufende Haushaltsjahr größere Kredite am Kapitalmarkt aufzunehmen. In Brandenburg wurde eine größere Anleihe ausgegeben. Prozentual am stärksten sanken die Schulden in Niedersachsen (3,6 Prozent), im Saarland (3,1 Prozent) und in Schleswig-Holstein (2,8 Prozent).

Quelle: ntv.de, rts

Regionales