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"Das ist keine persönliche Eitelkeit"Starmer will trotz überraschenden Minister-Rücktritt um sein Amt kämpfen

12.06.2026, 14:50 Uhr
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Seit der Niederlage bei den Kommunal- und Regionalwahlen steckt Premier Starmer in einer tiefen Krise.

Der britische Premierminister Keir Starmer hat nach dem überraschenden Rücktritt von Verteidigungsminister John Healey Spekulationen über einen Autoritätsverlust zurückgewiesen und bekräftigt, trotz aller Kritik um seinen Verbleib im Amt zu kämpfen.

Der britische Premierminister Keir Starmer hat nach dem überraschenden Rücktritt von Verteidigungsminister John Healey Spekulationen über einen Autoritätsverlust zurückgewiesen und bekräftigt, trotz aller Kritik um seinen Verbleib im Amt zu kämpfen. Er werde nicht zurücktreten, sagte Starmer am Freitag in einem BBC-Interview. Wer auch immer ihn ersetzen wolle, müsse sich mit denselben finanziellen Zwängen auseinandersetzen wie er selbst. Healey war am Donnerstag im Streit über den Verteidigungshaushalt zurückgetreten und hatte dem Regierungschef vorgeworfen, nicht die notwendigen Mittel für die Sicherheit des Landes bereitzustellen. Der Schritt gilt als weiterer Schlag für Starmer, der auch in der eigenen Labour-Partei bereits geschwächt ist.

Starmer wies die Kritik Healeys zurück und betonte, dass Verteidigung und Sicherheit für ihn oberste Priorität hätten. Dies werde zudem bei künftigen Haushaltsentscheidungen so bleiben. Er habe "harte Entscheidungen" getroffen, um die Budgets anderer Ministerien zu kürzen und so mehr Geld für Investitionen in die Verteidigung freizumachen. Mit Blick auf eine mögliche Herausforderung seiner Führungsrolle in den kommenden Wochen oder Monaten kündigte Starmer an, sich jedem Machtkampf zu stellen. "Das ist keine persönliche Eitelkeit, es ist keine Sturheit, sondern ein tiefes Pflichtgefühl", sagte er. Er sei gewählt worden, um dem Land selbst unter schwierigen Umständen zu dienen. Wer auch immer Premierminister sei, werde vor demselben Gegenwind stehen wie er.

Starmer steht seit längerem in der Kritik. Der Druck auf ihn hatte sich nach der schweren Pleite seiner Labour-Partei bei Kommunalwahlen Anfang Mai noch weiter erhöht, auch in den eigenen Reihen wurden Rücktrittsforderungen laut. So trat Gesundheitsminister Wes Streeting zurück und kündigte an, Starmer bei einer möglichen Abstimmung über die Parteiführung herauszufordern.

Quelle: ntv.de, RTS

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