Kurznachrichten

Treffen mit Xi in PekingStarmer wirbt in China um engere Beziehungen

29.01.2026, 10:49 Uhr
Das-britisch-chinesische-Verhaeltnis-war-zuletzt-stark-abgekuehlt
Das britisch-chinesische Verhältnis war zuletzt stark abgekühlt. (Foto: Carl Court/Pool Getty/AP/dpa)

Der britische Premierminister Keir Starmer hat bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking für eine Neuausrichtung der Beziehungen geworben.

Bei dem ersten Besuch eines britischen Regierungschefs in China seit acht Jahren sprach sich Starmer in Peking für eine engere Partnerschaft aus, um Wachstum und Sicherheit zu fördern. China sei ein entscheidender Akteur auf der Weltbühne, und es sei unerlässlich, eine differenziertere Beziehung aufzubauen mit der Möglichkeit zur Zusammenarbeit, aber auch eines Dialogs über strittige Bereiche, sagte Starmer. Xi erklärte, die Beziehungen hätten "Turbulenzen" durchlaufen. China sei jedoch bereit, eine langfristige strategische Partnerschaft zu entwickeln.

Starmers Besuch dürfte Teil einer Annäherung westlicher Staaten an China sein, die ihre Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten angesichts der Unberechenbarkeit der Regierung in Washington und der wiederholten Zolldrohungen von Präsident Donald Trump verringern wollen. Er folgt unmittelbar auf eine China-Reise des kanadischen Ministerpräsidenten Mark Carney, der in Peking ein Handelsabkommen unterzeichnet hatte.

Starmer steht zudem innenpolitisch unter Druck, das von seiner Labour-Regierung versprochene Wirtschaftswachstum zu erzielen. Die Beziehungen zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hatten sich unter den konservativen Vorgängerregierungen wegen Sorgen über Spionageaktivitäten, Sicherheitsbedenken bei chinesischen Investitionen und der Einschränkung der Freiheitsrechte in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong deutlich verschlechtert.

Wie die britische Regierung zudem mitteilte, einigten sich Starmer und Xi darauf, gemeinsam gegen Schleuserbanden vorzugehen. Dabei soll es vor allem um die Lieferketten für Motoren von Kleinbooten gehen, mit denen Migranten nach Europa gebracht werden.

Quelle: ntv.de, rts

Regionales