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Ex-Mitarbeiter SteinmeiersSteinlein tritt Amt als deutscher Botschafter in Frankreich an

07.08.2023, 12:56 Uhr
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(Foto: dpa)

Deutschland hat einen neuen Botschafter in Frankreich. Wie das Auswärtige Amt der Nachrichtenagentur AFP auf Anfrage mitteilte, trat der 62-jährige Stephan Steinlein seinen Dienst in Paris an. Steinlein löst den 63-jährigen Hans-Dieter Lucas ab, der die Bundesrepublik seit September 2020 in Frankreich vertreten hatte. Steinlein ist mit einer Französin verheiratet und Offizier im Nationalen Orden der Ehrenlegion Frankreichs.

Der im brandenburgischen Finsterwalde geborene Steinlein war jahrelang ein enger Mitarbeiter des heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, für den er unterschiedliche Funktionen wahrnahm. Zuvor hatte Steinlein bereits 1990 kurzzeitig einen deutschen Staat in Frankreich vertreten: In der Übergangszeit zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung war er der letzte Botschafter der DDR in Paris.

Steinlein hatte sich in den 1980er Jahren während seines Theologie-Studiums in Ost-Berlin der Bürgerbewegung in der DDR angenähert. Nach seinem Intermezzo als letzter DDR-Botschafter in Paris und der Wiedervereinigung trat er 1991 in den diplomatischen Dienst der Bundesrepublik ein.

Nach Stationen im Auswärtigen Amt und in der deutschen Botschaft in Warschau wurde Steinlein 1999 vom damals neu zum Chef des Bundeskanzleramts ernannten SPD-Politiker Steinmeier als Pressesprecher verpflichtet. Danach war er Steinmeiers Büroleiter im Kanzleramt. Steinlein blieb auch später einer der engsten Mitarbeiter Steinmeiers: Mit dessen Ernennung zum Außenminister in der ersten Regierung von Angela Merkel (CDU) im Jahr 2005 wurde Steinlein Leiter des Leitungsstabs und des Ministerbüros im Auswärtigen Amt.

2009 wechselte Steinlein dann an Steinmeiers Seite in die Chefetage der SPD-Bundestagsfraktion, 2014 wurde er nach Steinmeiers erneuter Ernennung zum Außenminister beamteter Staatssekretär im Auswärtigen Amt. Mit Steinmeiers Wahl zum Bundespräsidenten wurde Steinlein dann Leiter des Bundespräsidialamts. Im März 2022 löste ihn Dörte Dinger in dieser Funktion ab.

Quelle: ntv.de, AFP

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