Tausende Plastikflaschen gefülltSüdkorea verhaftet sechs US-Bürger wegen Bibelversands per Flaschenpost nach Nordkorea

Weil sie per Flaschenpost Bibeln nach Nordkorea schicken wollten, sind in Südkorea sechs US-Bürger festgenommen worden. Diese hätten für ihr Vorhaben tausende Plastikflaschen mit Reis, Ein-Dollar-Scheinen und Bibeln gefüllt, erklärte am Freitag die südkoreanische Polizei. Sie seien in der Nacht auf der Insel Ganghwa gefasst worden, als sie gerade die Flaschen ins Meer werfen wollten.
Die nordwestlich von Seoul gelegene Insel ist eines der am nächsten zu Nordkorea gelegenen Gebiete Südkoreas. Sie war lange ein von Hilfsorganisation oder anti-nordkoreanischen Gruppierungen genutzter Ort, um mit Reis oder USB-Sticks mit südkoreanischer Musik und Filmen gefüllte Plastikflaschen Richtung Norden auf den Weg zu bringen.
Das Gebiet war im November vergangenen Jahres zusammen mit anderen Grenzregionen, in denen Aktivisten oft mit Flugblättern beladene Ballons Richtung Norden steigen ließen, zum Gefahrengebiet erklärt worden. Die südkoreanische Regierung begründete dies damit, dass solche Aktivitäten vom kommunistischen Norden als Provokation wahrgenommen werden könnten.