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ArbeitsmarktTarifliche Ausbildungslöhne haben sich um 6,4 Prozent erhöht

24.06.2025, 10:02 Uhr
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Im Hamburg wird über die Ausbildungsvergütung im Bäckerhandwerk verhandelt. (Illustration) (Foto: Fabian Sommer/dpa)

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind im Ausbildungsjahr 2024/25 um 6,4 Prozent gestiegen. Es gebe nun nur noch sehr wenige Branchen, in denen Auszubildende laut Tarifvertrag im ersten Lehrjahr weniger als 1000 Euro im Monat verdienen, erklärte das Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. "Problematisch" sei die Situation hingegen in Unternehmen ohne Tarifvertrag.

"Mit den Tarifverträgen sichern die Gewerkschaften den Auszubildenden ein Einkommen, das in der Regel mindestens dem Bafög-Höchstsatz für Studierende von derzeit 992 Euro entspricht", erklärte Thorsten Schulten, Leiter des WSI-Tarifarchivs. "Damit wird dem Anspruch vieler Auszubildender nach einer von den Eltern unabhängigen Existenzsicherung Rechnung getragen." In Bereichen ohne Tarifvertrag werde allerdings häufig die Mindestausbildungsvergütung von 682 Euro gezahlt.

Auch gibt es bei den Tarifvergütungen große Unterschiede nach Branche, Region und Ausbildungsjahr. Friseure und Friseurinnen im ersten Ausbildungsjahr in Nordrhein-Westfalen verdienen laut WSI nur 710 Euro im Monat, während gewerbliche Auszubildende im westdeutschen Bauhauptgewerbe im vierten Jahr 1650 Euro erhalten.

Besonders wenig verdienen außerdem noch etwa landwirtschaftliche Azubis im Bezirk Nordrhein und in Mecklenburg-Vorpommern sowie Floristen und Floristinnen in Westdeutschland. Recht hohe Ausbildungsgehälter bekommen deutschlandweit etwa Pfleger und Pflegerinnen im Öffentlichen Dienst, Bank-Angestellte oder Azubis bei der Deutschen Bahn. Den stärksten Anstieg der Auszubildendenvergütung gab es mit 18,6 Prozent im Bäckerhandwerk.

In zwölf der 20 vom WSI untersuchten Tarifbranchen gibt es nach wie vor merkliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Am größten sind sie mit 220 Euro in der Textilindustrie. In drei Tarifbranchen – Verkehrsgewerbe, Landwirtschaft und Süßwarenindustrie – liegen die ostdeutschen Ausbildungsvergütungen oberhalb des Niveaus in Westdeutschland.

Quelle: ntv.de, AFP

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