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"Für Technologie von morgen"Tiefseebergbau: Cook-Inseln schließen Kooperationsvertrag mit den USA

06.08.2025, 11:55 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/Shanghai Jiao Tong University/XinHua)

Die Cook-Inseln, ein Kleinststaat im Südpazifik, haben mit den USA einen Kooperationsvertrag über die "Entwicklung" ihrer Reichtümer am Meeresgrund geschlossen. Es geht um den möglichen Abbau von lukrativen Kobalt-, Nickel- und Kupfervorkommen am Meeresboden. China haben die Cook-Inseln im Februar bereits Rechte an der Exploration eingeräumt.

Die Regierung der Cook-Inseln teilte mit, sie habe sich mit Washington darauf geeinigt, "bei der verantwortungsvollen Verwaltung der Mineralien des Meeresbodens gründlicher zusammenzuarbeiten". Das US-Außenministerium wird mit den Worten zitiert, die Mineralien des Meeresbodens seien "entscheidend für die Entwicklung und Versorgung der Technologie von heute und morgen".

Mehrere Staaten und Unternehmen drängen darauf, in der Region Manganknollen am Meeresboden abzubauen, die neben Mangan auch Kobalt, Kupfer und Nickel enthalten – Metalle, die zum Bau von Batterien für Elektrofahrzeuge verwendet werden. Wissenschaftler und Umweltgruppen befürchten, dass der Abbau dieser polymetallischen Knollen unberührte Unterwasser-Ökosysteme dauerhaft zerstören könnte. Sie fordern ein Moratorium für den Tiefseebergbau.

Eine Entscheidung soll eigentlich die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) in Kingston in Jamaika vorbereiten. Sie arbeitet seit zehn Jahren an einem Regelwerk für den Tiefseebergbau in internationalen Gewässern – bislang ohne Einigung.

Quelle: ntv.de, AFP

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