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Trotz EU-ErmittlungenChinesische Firmen wollen Standorte in Europa trotz Subventionsvorwürfen ausbauen

24.03.2026, 14:05 Uhr
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(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Zahlreiche chinesische Firmen wollen ihren Standort in Europa ausbauen - trotz EU-Ermittlungen wegen mutmaßlich unfairer Subventionen und neuen "Made in Europe"-Vorgaben.

"Statt Europa lediglich als Exportziel zu betrachten, verfolgen die Firmen zunehmend eine Lokalisierungsstrategie", teilte die chinesische Handelskammer in Brüssel am Dienstag mit.

Knapp 80 von hundert von der Handelskammer befragten Firmen wollen ihre Investitionen in Europa in den kommenden drei Jahren demnach steigern. Darunter sind nach Angaben der Handelskammer vor allem Elektroautobauer und -zulieferer, IT-Firmen und Hersteller im Bereich erneuerbarer Energien.

Die EU-Kommission blickt häufig kritisch auf chinesische Investitionen, weil sie hinter vielen Firmen unfaire staatliche Subventionen vermutet, sodass die europäische Konkurrenz einen Preisnachteil hat. Wegen solcher mutmaßlich unfairen Subventionen ermittelt die Kommission derzeit unter anderem gegen einen Windturbinen-Hersteller, in einem anderen Fall zogen mehrere Solarhersteller nach Ermittlungen ihre Angebote zurück.

Brüssel hat außerdem neue Regeln für Investitionen in Europa vorgeschlagen, die vor allem chinesische Firmen treffen würden. Für den Aufbau von Fabriken für Batterien, Elektroautos, Solarzellen und den Abbau von Rohstoffen sollen strenge Bedingungen gelten, unter anderem soll mehr als die Hälfte der Beschäftigten aus Europa kommen. Die chinesische Handelskammer hat die Vorschläge scharf kritisiert.

Quelle: ntv.de, AFP

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