Widersprüchliche Signale Trump kündigt neue Iran-Gespräche in Doha an – Teheran dementiert Treffen

Nach einem Dementi des Iran hat US-Präsident Donald Trump für Dienstag den Beginn neuer Verhandlungen angekündigt.
Der Iran habe um das Treffen gebeten, schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Es findet morgen in Doha statt", fügte der US-Präsident hinzu.
Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi hatte zuvor im iranischen Staatsfernsehen gesagt, in dieser Woche sei kein Treffen der Arbeitsgruppen geplant. Gharibabadi dementierte damit Berichte von US-Medien, denen zufolge die Verhandlungen am Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha wieder aufgenommen werden sollten.
Nach neuen gegenseitigen Angriffen hatte ein US-Regierungsvertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP mitgeteilt, Washington und Teheran hätten einen Stopp der Kämpfe vereinbart. Beide Seiten würden sich "vorerst zurückhalten" und die Schiffe in der Straße von Hormus könnten sich wieder frei bewegen. "Technische Gespräche sollen in allen Bereichen des Memorandum of Understanding fortgesetzt werden", fügte er mit Blick auf das Rahmenabkommen hinzu. Einen Termin und den Ort der Verhandlungen nannte er aber zunächst nicht.
In der Nacht zum Freitag und in der Nacht zum Samstag hatte das US-Militär wieder Ziele im Iran angegriffen, was Teheran mit Angriffen auf die Golfstaaten Bahrain und Kuwait beantwortete. Anlass für die neuerlichen Gefechte war nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom ein iranischer Drohnenangriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormus.
Die Straße von Hormus ist einer der größten Streitpunkte zwischen Teheran und Washington, die am 17. Juni nach dreieinhalb Monaten Krieg in einem Rahmenabkommen die "unverzügliche" Einstellung aller Kämpfe vereinbart hatten. Derzeit laufen Verhandlungen, die binnen 60 Tagen zum Abschluss einer endgültigen Vereinbarung führen sollen. Katar und Pakistan vermitteln in dem Konflikt.