Kurznachrichten

Berichte über mehr als 5.000 ToteUN-Hochkommissar Türk fordert Ende von Gewalt gegen Protestierende im Iran

23.01.2026, 15:09 Uhr
Iranians-gather-while-blocking-a-street-during-a-protest-in-Tehran-Iran-on-January-9-2026-The-nationwide-protests-started-in-Tehran-s-Grand-Bazaar-against-the-failing-economic-policies-in-late-December-which-spread-to-universities-and-other-cities-and-included-economic-slogans-to-political-and-anti-government-ones
Iranians gather while blocking a street during a protest in Tehran, Iran on January 9, 2026. The nationwide protests started in Tehran's Grand Bazaar against the failing economic policies in late December, which spread to universities and other cities, and included economic slogans, to political and anti-government ones. (Foto: picture alliance / Middle East Images)

Wie reagiert der UN-Menschenrechtsrat auf die Berichte über mehr als 5.000 Tote bei Protesten im Iran? Türk mahnt: "Aggressive Rhetorik und Drohungen sind äußerst kontraproduktiv."

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat im Iran ein Ende der staatlichen Gewalt gegen Protestierende und eine Freilassung aller Inhaftierten gefordert. Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf warnte er auch vor Gewalt von außen.

Ohne Drohungen gegen den Iran von US-Präsident Donald Trump zu erwähnen, warnte Türk vor einer militärischen Eskalation. «Aggressive Rhetorik und Drohungen sind äußerst kontraproduktiv.» Dass jemand für Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werde, könne nicht «durch militärische Gewalt aus dem Iran oder von außerhalb» erreicht werden, sagte er.

Resolution fordert Untersuchung

Bei der jüngsten Protestwelle gegen die Regierung sind nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mit Sitz in den USA mindestens 5.002 Menschen ums Leben gekommen. Die Dringlichkeitssitzung war auf Antrag Deutschlands und anderer Länder einberufen worden. Sie fordern in einer Resolution, dass die schon 2022 eingerichtete Kommission auch die jüngste Gewalt untersucht. Über die Resolution dürfte am Abend abgestimmt werden.

Quelle: ntv.de

Regionales