Bestimmte Lieferungen einstellenUS-Regierung verhängt Export-Beschränkungen gegen zweitgrößten Chiphersteller Hua Hong

Die US-Regierung hat Insidern zufolge Exportbeschränkungen gegen den zweitgrößten chinesischen Chiphersteller Hua Hong verhängt.
Die US-Regierung hat Insidern zufolge Exportbeschränkungen gegen den zweitgrößten chinesischen Chiphersteller Hua Hong verhängt. Das US-Handelsministerium habe vergangene Woche mehrere Ausrüster angewiesen, bestimmte Lieferungen einzustellen, sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Betroffen seien Anlagen und Materialien für Fabriken, in denen nach Einschätzung von US-Behörden die modernsten Chips des Landes hergestellt werden sollen. Die Anweisungen gingen demnach an die US-Konzerne Lam Research, Applied Materials und KLA.
Die Maßnahmen zielen den Insidern zufolge zudem auf die Hua-Hong-Tochter Huali Microelectronics ab. Reuters hatte im März gemeldet, die Hua Hong Group habe fortschrittliche Fertigungstechnologien entwickelt, die für die Produktion von Chips für Künstliche Intelligenz (KI) genutzt werden könnten. Huali bereite in seinem Werk in Shanghai ein Sieben-Nanometer-Verfahren vor. Bislang ist der größte chinesische Auftragsfertiger SMIC das einzige heimische Unternehmen, das Halbleiter mit dieser Technologie herstellen kann.
Das US-Handelsministerium schränkt seit Jahren die Lieferung von Ausrüstung an chinesische Chipfabriken ein, um aus Gründen der nationalen Sicherheit den technologischen Vorsprung der USA zu wahren. Die jüngsten Maßnahmen könnten jedoch die Spannungen im Vorfeld des bereits einmal verschobenen und nun für Mai in China geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping verschärfen.
Für die US-Ausrüster könnten die Beschränkungen Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe bedeuten, sagten Insider. Zwar dürfte dies Chinas Bestrebungen nach technologischer Unabhängigkeit bremsen, Hua Hong könnte die US-Anlagen jedoch durch Produkte anderer ausländischer oder heimischer Konkurrenten ersetzen. Ein Sprecher des US-Handelsministeriums lehnte eine Stellungnahme ab. Hua Hong sowie die US-Ausrüster äußerten sich zunächst nicht