Insgesamt 112 Millionen DollarUSA stellen weitere 80 Millionen Dollar für Kampf gegen Ebola bereit

Die USA stellen weitere 80 Millionen Dollar (umgerechnet rund 68,7 Millionen Euro) für den Kampf gegen den jüngsten Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda bereit.
Dies gab das US-Außenministerium am Donnerstag bekannt. Die US-Hilfe seit Beginn des Ebola-Ausbruchs steige damit auf insgesamt 112 Millionen Dollar. Die zusätzlich bewilligten Mittel sollen nach Angaben des Ministeriums unter anderem für Schutzausrüstung für medizinisches Personal, Tests, Grenzkontrollen in der Region, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen und Diagnosematerial verwendet werden. Ziel sei es, "den Ausbruch an der Quelle einzudämmen, die Bevölkerung der USA zu schützen und eine weitere internationale Ausbreitung zu verhindern".
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund von Kritik an der Reaktion der US-Regierung auf die Ebola-Krise. Die oppositionellen Demokraten und Hilfsorganisationen warfen der Regierung von Präsident Donald Trump unter anderem vor, nach dem Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Zerschlagung der Entwicklungsbehörde USAID weitgehend auf eigene Faust zu handeln.
US-Außenminister Marco Rubio hatte am Mittwoch erklärt, die USA würden keinen mit Ebola infizierten Patienten auf ihr Staatsgebiet gelangen lassen. Ein an Ebola erkrankter US-Bürger wird derzeit auf Bitten der USA im Berliner Krankenhaus Charité behandelt.
Washington will im ostafrikanischen Kenia ein Quarantänezentrum für Verdachtsfälle und bestätigte Fälle einrichten, vor allem für US-Staatsbürger. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters sollen US-Bürger dadurch außerhalb der DR Kongo und in der Region eine hochwertige Versorgung erhalten, ohne eine lange Rückreise in die USA antreten zu müssen.
Der Ebola-Ausbruch war am 15. Mai in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo erklärt worden. Nach WHO-Angaben wurden in der DR Kongo bislang mehr als 1000 bestätigte und vermutete Fälle erfasst. Zehn Todesfälle wurden bestätigt, 223 weitere gelten als Verdachtsfälle. Das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs dürfte nach Einschätzung der WHO größer sein.