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Ukraine-KriegSelenskyj warnt vor Unterfinanzierung der Armee durch Blockade von EU-Kredit

26.03.2026, 10:50 Uhr
Im-Ringen-um-ein-Ende-des-seit-mehr-als-vier-Jahren-andauernden-russischen-Angriffskrieg-gegen-die-Ukraine-koennte-es-naechste-Woche-eine-neue-Gespraechsrunde-zwischen-Moskau-und-Kiew-unter-US-Vermittlung-geben

Wegen der Blockade des EU-Kredits in Milliardenhöhe warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem drohenden Geldmangel für die Armee.

"Die Produktion von Drohnen – weitreichenden Drohnen, Abfangdrohnen sowie Luftabwehrsystemen – wird unterfinanziert sein, da wir aus diesen Mitteln sowohl den Kauf europäischer Luftabwehrsysteme als auch amerikanischer PAC-3-Raketen finanzieren", sagte Selenskyj in einem Interview der französischen Zeitung "Le Monde". Das sei ein Risiko für die europäische Sicherheit. Er hoffe darauf, dass die Europäer eine Lösung finden.

Selenskyj kritisierte zudem die Aussetzung eines Teils der US-Sanktionen gegen russische Erdöllieferungen wegen des Iran-Krieges. Aus den Einnahmen könne Russland seinen Angriffskrieg weiter finanzieren. "Geld bedeutet Drohnen. Geld bedeutet Menschen", erklärte der Staatschef. Wenn Moskau dagegen kein Geld für die Anwerbung von Soldaten hätte, werde die russische Armee schwächer. Daher müsse der Druck auf Russland aufrechterhalten werden, mahnte er.

Im vergangenen Dezember hatten sich die EU-Staaten auf die Gewährung eines zinslosen Kredits über 90 Milliarden Euro für die Ukraine geeinigt. Die Auszahlung wird aber durch Budapest blockiert. Ungarn fordert die Wiederaufnahme der eingestellten Erdöllieferungen über die durch die Ukraine verlaufende Pipeline "Druschba" (Freundschaft). 

Die Ukraine wehrt sich mit massiver westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Mehr als 40 Prozent des ukrainischen Staatshaushalts werden aus dem Ausland finanziert.

Quelle: ntv.de, dpa

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