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Bereits Gespräche mit israelischen StaatskonzernVW-Chef Blume will Entscheidung über Osnabrück-Werk noch dieses Jahr treffen

28.04.2026, 20:15 Uhr
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VW-Chef Oliver Blume spricht sich zusammen mit Stellantis-Chef Antonio Filosa dafür aus, Fahrzeuge für den EU‑Markt stärker an europäische Produktionsanforderungen zu knüpfen. (Archivbild)

Volkswagen -Chef Oliver Blume erwartet eine Entscheidung zur Zukunft des Werkes in Osnabrück noch im laufenden Jahr.

Volkswagen -Chef Oliver Blume erwartet eine Entscheidung zur Zukunft des Werkes in Osnabrück noch im laufenden Jahr. "Wir werden in Osnabrück ab 2027 keine Produkte des Volkswagenkonzerns mehr produzieren und sind deshalb in intensiven Gesprächen mit Unternehmen der Verteidigungsbranche", sagte Blume in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Und ich bin da sehr zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr dazu eine Entscheidung treffen werden."

Im März hatte die "Financial Times" berichtet, der Wolfsburger Autobauer verhandle mit dem israelischen Staatskonzern Rafael Advanced Defence Systems, um in dem Werk mit 2300 Arbeitsplätzen künftig Teile für das israelische Raketenabwehrsystem "Iron Dome" zu fertigen. Demnach sollen unter anderem Lastwagen für den Transport der Raketen gebaut werden, außerdem Startvorrichtungen und Stromgeneratoren, aber nicht die Geschosse selbst.

Die Fahrzeugproduktion im früheren Werk des Kleinserien-Autobauers Karmann in Osnabrück soll im Rahmen eines Sparplans im kommenden Jahr auslaufen. Blume betonte in dem Interview, Volkswagen werde keine Waffen produzieren. "Wir werden unser Know-how dort einbringen, wo wir am besten sind. Fahrzeuge für den militärischen Transport könnten eine Richtung sein. Wir reden nicht von Panzern."

Quelle: ntv.de, RTS

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