Kurznachrichten

Druck im TarifstreitVerdi weitet Warnstreiks bei der Postbank deutlich aus

26.05.2026, 11:40 Uhr
Erneut-wird-in-Baden-Wuerttemberg-gestreikt

Im Tarifkonflikt für die rund 9000 Beschäftigten der zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Postbank weitet die Gewerkschaft Verdi die Warnstreiks deutlich aus.

Nachdem die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein annehmbares Angebot vorgelegt hätten, werde der Druck nun erhöht, kündigte die Gewerkschaft am Dienstag an. "Die Beschäftigten haben kein Verständnis dafür, dass von den Rekordgewinnen der Deutschen Bank nur die Aktionäre profitieren sollen, während die Bank in der Tarifrunde einen Reallohnverlust durchdrücken will", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

Zusätzlich zu den Arbeitsniederlegungen sei eine Protestaktion während der Hauptversammlung der Deutschen Bank am Donnerstag in Frankfurt geplant. Die Warnstreiks sollen bereits am Mittwoch beginnen und am Donnerstag ausgeweitet werden. Von Donnerstag bis Samstag sind zudem die Beschäftigten im Filialvertrieb und in den Callcentern bundesweit zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die Arbeitgeber bieten nach drei Nullmonaten eine Gehaltserhöhung von 2,4 Prozent ab dem 1. Juli 2026 sowie weitere 2,3 Prozent ein Jahr später an. Verdi bewertet dies als unzureichend.

Die Gewerkschaft fordert eine Anhebung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Zudem verlangt sie verbindliche Zusagen zur Beschäftigungssicherung und zu Qualifizierungsmaßnahmen im Zuge der Einführung von Künstlicher Intelligenz. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. Juni in Frankfurt angesetzt.

Quelle: ntv.de, rts

Regionales