Verbunden mit dem Verlust von ArbeitsplätzenVerwaltungsrat sieht Zukunft der Deutschen Welle durch Sparpläne gefährdet

Der Verwaltungsrat der Deutschen Welle sieht durch Etatkürzungen der Bundesregierung die Zukunftsfähigkeit des Auslandssenders gefährdet.
Der Verwaltungsrat der Deutschen Welle sieht durch Etatkürzungen der Bundesregierung die Zukunftsfähigkeit des Auslandssenders gefährdet. Für 2027 zeichne sich erneut eine Kürzung des Bundeszuschusses in Höhe von 16,9 Millionen Euro ab, teilte der Auslandssender am Donnerstag in Bonn mit. Bereits für 2026 wurde der Etat der Deutschen Welle demnach im Vergleich zum Vorjahr um zehn Millionen Euro reduziert.
"Der Verwaltungsrat der Deutschen Welle legt großen Wert darauf, dass die Deutsche Welle ihre Aufgaben wirtschaftlich und effizient erfüllen kann", hieß es weiter in der Mitteilung. "Angesichts sich abzeichnender weiterer Kürzungen bei fortgesetzten Kostensteigerungen droht jedoch eine wachsende Lücke zwischen politisch formuliertem Auftrag und finanzieller Basis zur Erfüllung dieser Aufgabe."
Die Einsparungen seien verbunden mit dem Verlust von Arbeitsplätzen und geringerer Zukunftsfähigkeit und erforderten "eine spürbare Reduktion beim journalistischen Angebot", warnte der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Achim Dercks. Das gefährde die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags der Deutschen Welle. Die Deutsche Welle wird im Gegensatz zu anderen öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland nicht aus dem Rundfunkbeitrag, sondern vollständig aus Haushaltsmitteln des Bundes finanziert.