Auswertung des RKIViele Menschen in Deutschland schlafen zu wenig

Ein großer Teil der Menschen in Deutschland schläft einer Untersuchung des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge zu kurz.
Das geht aus einer Auswertung hervor, die das Institut am Mittwoch im Fachmagazin "Journal of Health Monitoring" vorstellte. Dabei wurden auch Daten zu den Auswirkungen von kurzen Schlafzeiten analysiert.
Nach internationalen Empfehlungen gilt ein Schlaf von weniger als sieben Stunden als kurz. Laut RKI-Auswertung schliefen unter der Woche 39,6 Prozent der untersuchten Menschen weniger als sieben Stunden, am Wochenende waren es 22,7 Prozent. Dabei zeigte sich auch, dass Männer häufiger zu kurz schliefen als Frauen. Mit 53 Prozent wiesen vor allem Männer zwischen 45 und 64 Jahren kurze Schlafzeiten auf.
Aus der Untersuchung geht dem RKI zufolge auch ein Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und Gesundheitsrisiken wie Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen hervor. Ein kurzer Schlaf sei zudem ein Risikofaktor für Depressionen und Angstzustände. Eine Rolle bei der Verbesserung des Schlafs spielten die Schlafumgebung und Schlafzeiten sowie Lärm, Temperaturen und Lichteinflüsse. Auch Nacht- und Schichtarbeit beeinflusste demnach den Schlaf.