Mit 20 neuen E-Autos Volkswagen startet Modelloffensive in China

Mit einer groß angelegten Modelloffensive will VW den Niedergang in China stoppen und dort zur Aufholjagd ansetzen.
Mit 20 neuen Elektro-Modellen allein in diesem Jahr will der schwächelnde Konzern den Absatz ankurbeln, kündigte der Konzern in Berlin an. VW-China-Chef Ralf Brandstätter sprach von der größten Modelloffensive der Konzerngeschichte. Ziel sei es, den dritten Platz, auf den VW bei den dortigen Neuzulassungen inzwischen abgerutscht ist, zu verteidigen - und bei E-Autos aufzuholen.
Im vergangenen Jahr war der Absatz des Konzerns auf seinem nach wie vor wichtigsten Markt erneut um acht Prozent auf unter 2,7 Millionen Fahrzeuge eingebrochen. Bei den Neuzulassungen rutschte der jahrzehntelange Marktführer auf Platz drei ab: Nach dem E-Auto-Bauer BYD zog 2025 auch die Volvo-Mutter Geely knapp vorbei. "Wir wollen in den Top 3 bleiben. Und Nummer eins unter den internationalen Herstellern", sagte Brandstätter.
Helfen sollen dabei neue, in China speziell für den dortigen Markt entwickelte Fahrzeuge, die nun anlaufen. Das erste Modell, der VW ID.Unyx 07, ist gerade in Serie gegangen, weitere sollen im Laufe des Jahres folgen. Es handelt sich dabei um das erste VW-Modell, das komplett in China entwickelt wurde - inklusive der neuen Elektronik-Architektur. Weitere Modelle sollen folgen, allein 20 in diesem Jahr und 50 bis 2030.
Konzernchef Oliver Blume sprach von einem wichtigen "Meilenstein unserer Strategie 'In China, for China'", die VW vor drei Jahren aufgestellt hatte. Statt in China nur zu produzieren, sollen Autos dort auch komplett entwickelt werden, angepasst auf den dortigen Markt. "Vor drei Jahren haben uns viele abgeschrieben", sagte Blume mit Blick auf den damals wegbrechenden Markt in China. "Doch wir haben uns mit einer klaren Strategie Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr zurückgekämpft."