Appell aus BrüsselVon der Leyen ruft angesichts des Krieges zwischen Iran, USA und Israel zur Deeskalation auf

Angesichts des sich ausweitenden Krieges zwischen dem Iran und den USA und Israel hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Deeskalation aufgerufen.
"Wir müssen hart daran arbeiten, den Konflikt zu deeskalieren und seine Ausbreitung zu stoppen", sagte von der Leyen am Montag in Brüssel. Die Entwicklungen im Nahen Osten seien "zutiefst besorgniserregend", die Lage bleibe "weiterhin instabil", fügte die Kommissionspräsidentin hinzu.
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurde das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion greift der Iran seit Samstag Israel sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an. Dabei wurden nach Angaben der Bundeswehr unter anderem auch Bundeswehr-Stützpunkte im Irak und in Jordanien beschossen. Auf einem britischen Militärstützpunkt auf Zypern schlug in der Nacht zu Montag eine Drohne ein.
Von der Leyen verurteilte "aufs Schärfste" die "rücksichtslosen und wahllosen Angriffe des Iran und seiner Stellvertreter gegen souveräne Gebiete in der gesamten Region". Gleichzeitig sprach sie vor dem Hintergrund der Tötung mehrerer hochrangiger Führungspersönlichkeiten im Iran von einer "neuen Hoffnung für das unterdrückte iranische Volk".
Die Kommissionspräsidentin hat für den späten Montagmittag eine Sondersitzung der Kommission angesetzt, um über die Entwicklungen im Iran zu beraten. Diplomatenangaben zufolge will die EU angesichts des Iran-Krieges ihre Marinemission "Aspides" im Roten Meer verstärken.