Kurznachrichten

Vor Ausbruch des Iran-KriegsEU-Industrieproduktion steigt im Februar

15.04.2026, 13:04 Uhr
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Die Industrie in der Euro-Zone hat ihre Produktion im Februar und damit vor Ausbruch des Iran-Kriegs gesteigert.

Die Fertigung in den 21 Staaten der Währungsunion legte zum Vormonat um 0,4 Prozent zu, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent gerechnet, nach einem Minus von revidiert 0,8 Prozent im Januar. Zunächst war von minus 1,5 Prozent die Rede gewesen. In der Energiesparte ergab sich im Februar ein Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Produktion von Investitionsgütern stieg hingegen um 1,0 Prozent.

In Irland wurde die industrielle Fertigung besonders kräftig hochgefahren - und zwar um 5,7 Prozent. Besonders stark bergab ging es hingegen in Malta (minus 6,0 Prozent) und in Luxemburg (minus 4,6 Prozent). In Deutschland ergab sich laut Eurostat ein Minus von 0,1 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland jüngst deutlich gesenkt. Hauptgrund dafür sind die durch den Nahost-Krieg gestiegenen Öl- und Gaspreise, die auch der hiesigen Industrie zusetzen. Deutschland kann 2026 nun noch mit einem Wachstum von 0,8 Prozent rechnen, 2027 dann von 1,2 Prozent. Für den Euroraum werden 1,1 und 1,2 Prozent Wachstum prognostiziert, jeweils 0,2 Punkte weniger als bisher vorausgesagt.

Quelle: ntv.de, rts

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