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Trotz TrockenheitWassermangel bremst Ausbau von Rechenzentren vorerst nicht

18.08.2026, 11:10 Uhr
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(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Die zunehmende Trockenheit in Deutschland mit rekordniedrigen Flusspegelständen bremst den milliardenschweren Ausbau von Rechenzentren Branchenexperten zufolge vorerst nicht.

"Aus unserer Sicht ist die Wasserversorgung aktuell kein grundsätzlicher Standortnachteil Deutschlands beim Ausbau von Rechenzentren", sagte Kilian Wagner vom Digitalverband Bitkom am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Im internationalen Vergleich werde die Wasserversorgung hierzulande als eher gut bewertet. Wagner verwies auf eine entsprechende Marktstudie, für die 2024 auch Betreiber von Rechenzentren befragt wurden.

"Gleichzeitig wird der Wasserverbrauch von Rechenzentren angesichts zunehmender Dürreperioden und regionaler Wasserknappheit wichtiger", betonte der Experte. Er warnte vor einem wachsenden Zielkonflikt: Um gesetzliche Vorgaben zur Energieeffizienz zu erfüllen, könnten Betreiber künftig gezwungen sein, verstärkt auf Kühlmethoden zu setzen, die den Wasserverbrauch in die Höhe treiben. Hintergrund ist demnach das deutsche Energieeffizienzgesetz. Es schreibt für Rechenzentren eine hohe Energieeffizienz vor, gemessen am sogenannten PUE-Wert (Power Usage Effectiveness). Um diese Vorgaben zu erreichen, gewinnt die sogenannte Verdunstungskühlung an Bedeutung. "Rechenzentren verbrauchen grundsätzlich nur dann nennenswerte Mengen Wasser, wenn sie diese Form der Kühlung einsetzen", sagte Bitkom-Experte Wagner.

Diese Technologie spare zwar erheblich Energie, benötige dafür aber große Mengen Wasser. Bitkom zufolge wird diese Kühlmethode bereits in rund einem Drittel der großen deutschen Rechenzentren eingesetzt. Experten gingen aber davon aus, dass die Nutzung zunehmen dürfte, um die gesetzlichen Ziele zu erreichen.

Quelle: ntv.de, rts

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