"Wir müssen Fesseln abwerfen"Pistorius will Prozesse für Beschaffung für Bundeswehr noch weiter beschleunigen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will die Beschaffung für die Bundeswehr im zuständigen Bundesamt noch weiter beschleunigen.
Es müssten jetzt jedes Jahr dreistellige Milliardenbeträge umgesetzt werden, sagte Pistorius am Montag bei einem Besuch des Bundeswehr-Beschaffungsamts in Koblenz. Um das zu können, müssten die Prozesse und Abläufe "agiler, innovativer und schneller" werden. "Wir müssen Fesseln abwerfen."
Pistorius wollte seine Forderung aber ausdrücklich nicht als Kritik am Bundesamt verstanden wissen - dieses leiste "Großartiges". Allein im letzten Jahr seien mehr als 11.500 Beschaffungsverträge in Höhe von fast 34 Milliarden Euro geschlossen worden, betonte der Verteidigungsminister. Zudem sei 2025 Material im Wert von 24 Milliarden Euro an die Bundeswehr ausgeliefert worden.
Es gehe jetzt aber darum, das Beschaffungsamt "zukunftsfest" zu machen, sagte Pistorius. Denn die Anforderungen würden weiter steigen. "Wir werden für die steigende Zahl an Soldatinnen und Soldaten mehr beschaffen müssen und dafür auch mehr Systeme in der Nutzung haben." Hinzu kämen immer schnellere Innovationszyklen, zum Beispiel für Drohnen.