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BFW warnt Wohnungsneubau in Deutschland stark rückläufig

20.07.2022, 12:39 Uhr
Ein-von-einem-Baugeruest-eingeschaltes-Wohnhochhaus-im-Norden-der-Landeshauptstadt-von-Sachsen-Anhalt
Ein von einem Baugerüst eingeschaltes Wohnhochhaus im Norden der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentra)

Angesichts steigender Zinsen und höherer Kosten warnt die Immobilienbranche vor einem Ende des Baubooms. Der Wohnungsneubau breche massiv ein, teilte der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) am Mittwoch zu einer Umfrage unter seinen rund 1600 Mitgliedern mit. Die meisten Unternehmen stellten ihre geplanten Projekte zurück oder hätten sie bereits ganz aufgegeben.

"Das ist keine Delle beim Neubau, das ist die Vollbremsung einer ganzen Branche", erklärte BFW-Präsident Dirk Salewski." In der aktuellen Situation ist Neubau ohnehin nicht mehr kalkulierbar wegen steigender Bauzinsen, explodierender Baukosten und gestörter Lieferketten."

Für die nahe Zukunft sei ein Einbruch bei den Neubau-Projekten absehbar. Rund 70 der befragten Firmen gebe an, sie würden die Hälfte der geplanten Vorhaben im aktuellen Umfeld nicht mehr umsetzen. Hochgerechnet bedeute das einen Rückgang zwischen 50.000 und 75.000 neuen Wohnungen. "Die Ziele der Bundesregierung von 400.000 Neubauwohnungen werden so nicht ansatzweise zu erreichen sein", warnte Salewski. Zuletzt war auch die Zahl der Baugenehmigungen gesunken.

Quelle: ntv.de, RTS

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