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"Könnte Wendepunkt markieren"ZEW-Index: Konjunkturexperten blicken optimistisch auf 2026

20.01.2026, 11:21 Uhr
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(Foto: dpa)

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten für Deutschland haben sich im Januar deutlich verbessert.

Der Index des Leibniz Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg im Vergleich zum Vormonat um 13,8 Punkte auf 59,6 Punkte, wie das Institut in Mannheim am Dienstag mitteilte. Auch die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich.

"Der ZEW-Index legt kräftig zu. 2026 könnte den Wendepunkt markieren", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Trotz der positiven Konjunkturerwartungen "sollte aber weiterhin daran gearbeitet werden, die Standortattraktivität zu stärken, um nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen", mahnte er. Laut ZEW stiegen vor allem die Erwartungen für die Stahl- und Metallindustrie sowie den Maschinenbau - hier legte der Index um 18,2 beziehungsweise 22,7 Punkte zu. In der Autoindustrie kletterte der Index um 16,5 Punkte, in der Chemie- und Pharmaindustrie um 12,4 Punkte.

Diese Ergebnisse stünden im Einklang mit den Zahlen für die Industrieproduktion für November 2025, die deutlich besser als erwartet ausgefallen waren, erläuterte das ZEW. Hinzu sei ein "überraschend kräftiges Auftragsplus" gekommen. "Zusätzlich dürfte das Mercosur-Abkommen die Perspektiven für die exportintensiven Branchen verbessert haben." Das Institut warnte jedoch vor der unberechenbaren US-Handelspolitik - sie sei ein zusätzlicher Belastungsfaktor für die deutsche Exportwirtschaft.

An der monatlichen Umfrage des ZEW beteiligten sich vom 12. bis 19. Januar 172 Analystinnen und Analysten sowie institutionelle Anleger. Sie wurden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt.

Quelle: ntv.de, AFP

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