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 Fast 190.000 Betriebe verschwundenZahl aufgegebener Unternehmen erreicht höchsten Stand seit fast 20 Jahren

18.08.2026, 10:35 Uhr
ARCHIV-30-03-2021-Niedersachsen-Hannover-Hochgestellte-Stuehle-sind-im-einfallenden-Sonnenlicht-in-einem-Restaurant-zu-sehen
(Foto: dpa)

Teure Energie, Fachkräftemangel, fehlende Nachfolge: 187.744 Unternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr aufgegeben und damit so viele wie seit fast 20 Jahren nicht.

Verglichen mit dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl um knapp zehn Prozent, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform und das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in ihrer jährlichen gemeinsamen Analyse feststellen.

Die Zahlen der Vorjahre wurden auf erweiterter Basis neu berechnet. Mehr Unternehmensschließungen bundesweit verzeichnete die Zeitreihe zuletzt im Jahr 2007 mit fast 208.000. 2025 gab es den zweiten Anstieg in Folge.

"Die Krisendynamik frisst sich mittlerweile durch die gesamte Breite der Wirtschaft", sagt der Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. "Anders als in früheren Jahren beenden nun auch eigentlich gesunde Firmen ihre Geschäftstätigkeit."

In fast allen Branchen stiegen der Analyse zufolge binnen Jahresfrist die Schließungszahlen - besonders stark im Gastgewerbe: 2025 machten etwa 15.000 Gaststätten und Beherbergungsunternehmen dicht, 15 Prozent mehr als 2024.

"Der im Vergleich zu anderen Branchen niedrigere Mehrwertsteuersatz, den die Bundesregierung zur Unterstützung des Gastgewerbes eingeführt hat, konnte offenbar die prekäre Situation in dieser Branche nicht abmildern", heißt es in der Analyse. Seit dem 1. Januar 2026 gilt in der Gastronomie in Deutschland ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen.

Quelle: ntv.de, dpa

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