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Wohnungsbau zieht anZahl der Baugenehmigungen steigt um fast 25 Prozent

17.07.2026, 10:14 Uhr
Arbeiter-verputzen-ein-Haus-mit-Eigentumswohnungen-Die-Zahl-der-Baugenehmigungen-ist-leicht-angestiegen-Die-Zahl-der-neuen-Wohnungen-in-Nordrhein-Westfalen-ist-auf-dem-niedrigsten-Stand-seit-2011
(Foto: picture alliance/dpa)

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im Mai um fast ein Viertel gestiegen.

Sie legte um 4200 oder 24,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu auf 21.000 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Seit Januar gab es damit grünes Licht für den Bau von 104.700 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden und damit 15,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Genehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für das künftige Baugeschehen. Die krisengeplagte Sparte hatte 2025 die Trendwende geschafft: Nach drei Minus-Jahren in Folge stieg die Zahl der Baugenehmigungen erstmals wieder. Höhere Zinsen und Materialkosten hatten in den drei Vorjahren viele Bauherren abgeschreckt. In Deutschland fehlen Hunderttausende Wohnungen, etwa in Groß- und vielen Uni-Städten.

In neu zu errichtenden Gebäuden wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres insgesamt 86.000 Wohnungen genehmigt. Das waren 16,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 12,6 Prozent auf 19.900. Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl um 21,6 Prozent auf 6200 zu. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 56.100 Neubauwohnungen. Das war ein Anstieg um 18,9 Prozent.

Trotz der gestiegenen Nachfrage bewerten die deutschen Wohnungsbau-Unternehmen ihre Geschäftsaussichten so schlecht wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das Barometer für das Geschäftsklima sank im Juni auf minus 31,0 Punkte, von minus 29,5 Zählern im Mai, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Die Unternehmen beurteilten sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Aussichten für die nächsten Monate schlechter. Ihre Erwartungen fielen dabei sogar auf den niedrigsten Stand seit März 2025. "Die Hoffnung auf eine schrittweise Erholung hat erneut einen Dämpfer erhalten", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Viele Unternehmen sehen derzeit keine Anzeichen für eine nachhaltige Belebung des Wohnungsbaus." 

Quelle: ntv.de

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