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Neue KriminalstatistikZahl der bundesweiten Straftaten ist um 5,6 Prozent auf 5,5 Millionen gesunken

20.04.2026, 10:20 Uhr
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Die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten ist im vergangenen Jahr gesunken.

Laut der am Montag in Berlin veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 2025 bundesweit 5.508.559 Straftaten registriert, 5,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bei Tötungsdelikten und einigen weiteren besonders schweren Straftaten gab es allerdings teils deutliche Anstiege.

Die Aufklärungsquote blieb im vergangenen Jahr mit 57,9 Prozent weitgehend unverändert, 2024 waren es 58,0 Prozent. Ohne Berücksichtigung ausländerrechtlicher Verstöße sank die Gesamtzahl der Straftaten um 4,4 Prozent. Die Zahl unerlaubter Einreisen sank um 27,5 Prozent, die unerlaubter Aufenthalte um 31,3 Prozent.

Den Rückgang der registrierten Delikte im Jahresvergleich führten die Behörden unter anderem auf die Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und daraus hergestellter Produkte zurück. Deswegen sei eine Vergleichbarkeit nur bedingt gegeben. Die Zahl der Rauschgiftdelikte sank um 27,7 Prozent.

Besonders starke Anstiege gab es laut Statistik hingegen bei sogenannten Neuen Psychoaktiven Substanzen mit plus 25,5 Prozent sowie bei Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung jugendpornographischer Inhalte mit plus 19,9 Prozent. Bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellem Übergriff im besonders schweren Fall gab es eine Zunahme um 10,3 Prozent, bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen um plus 8,4 Prozent.

Anstiege gab es auch bei Computer- und Leistungsbetrug sowie Wohnungseinbrüchen. Zurückgegangen ist hingegen die Zahl der Straftaten bei Raub und räuberischer Erpressung sowie auch bei Diebstählen.

Die Kriminalstatistik wurde am Vormittag durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und den Präsidenten des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, vorgestellt, außerdem durch Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) als derzeitigem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz (IMK) der Länder. Sie wird jährlich bundesweit auf Grundlage der von den 16 Landeskriminalämtern übermittelten Daten erstellt.

Quelle: ntv.de, AFP

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