Wirtschaft

"Speedfactories" lassen aufhorchen Adidas verleiht Manz Flügel

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Superstar und Werbe-Aushängeschild Messi trägt längst seinen ganz eigenen Adidas-Schuh. Künftig soll das auch für Otto-Normalverbraucher Normalität werden.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der TecDax weist seit Jahresbeginn ein Plus von rund 30 Prozent auf, Manz kommt auf lächerliche 2 Prozent. Ein Kurssprung von fast zehn Prozent lässt deshalb am Aktienmarkt aufhorchen - und weckt neue Fantasien.

Mit einem Kurssprung haben die Aktien des Spezialmaschinenbauers Manz auf eine Kooperationsvereinbarung mit Adidas reagiert. Die Titel des TecDax-Wertes schossen zeitweise fast 10 Prozent nach oben, pendelten sich dann bei einem Aufschlag zwischen 4 und 5 Prozent ein. Damit blieben sie aber der Top-Gewinner im deutschen Tech-Index.

Die Kooperation beinhaltet den Aufbau einer High-Tech-Schuhproduktio bei Adidas. Bis 2020 sollen laut Manz weltweit automatisierte Fertigungen in sogenannten "Speedfactories" entstehen. Dadurch soll die Schuhproduktion nach individuellem Kundenwunsch in den regionalen Absatzmärkten ermöglicht werden. "Investoren sehen in der Kooperation ein zusätzliches Standbein, durch den der Spezialmaschinenbauer neue Aufträge ans Land ziehen könnte", sagte ein Händler. "Die Ankündigung hat viele Fantasien ausgelöst."

Noch Nachholpotenzial

Haupteinnahmequellen für Manz sind bislang Anlagen zur Produktion von Displays für Tablet-PCs und Smartphones sowie PCs und Notebooks mit berührungsempfindlichen Bildschirmen. Zu den Kunden gehört unter anderem Apple.

Trotz des Kurssprungs gelten Manz-Titel am Markt als unterbewertet. Seit Jahresbeginn kommen die Aktien auf ein Plus von lediglich zwei Prozent. Sie bleiben damit deutlich hinter der Kursentwicklung des TecDax  zurück. Der Technologie-Index hat seit Anfang Januar fast 30 Prozent an Wert gewonnen.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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